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F.
Kann nur Maitreya und die Atmosphäre nach dem Deklarationstag Amerika
so viel Vertrauen vermitteln, daß es seine Isolationshaltung aufgeben
kann? Die US-Regierung scheint bei jeder Gelegenheit eher den unilateralen
als den internationalen Weg zu wählen als letztes Beispiel
sei der Internationale Gerichtshof erwähnt. Wie kann Amerika geholfen
werden, sich in die Welt einzureihen, sofern das wirklich das Problem
ist?
A. Ganz sicher kann nur Maitreya die Menschen dazu
motivieren, die gegenwärtig ungerechten Strukturen zu ändern,
und die amerikanische Regierung kann nur zum Umschwung bewegt werden,
wenn immer mehr Menschen Maitreyas Ideen ausdrücklich befürworten.
Aber es gibt in Amerika viele Frauen und Männer, die guten Willens
sind und sich Maitreyas Sache anschließen und andere dazu inspirieren
werden, mehr Gerechtigkeit und Teilen zu verlangen. Amerika ist heute
die einzige Supermacht und wie berauscht von dem Gefühl, unbegrenzte
Macht zu haben. Der Zusammenbruch der gegenwärtigen Finanzstrukturen
wird dieser Verblendung ein Ende setzen.
F. Wie kommt es, daß Politiker jetzt scheinbar alles verdrehen und
ins Gegenteil verkehren? Ich beziehe mich dabei auf den Palästina-Israel-Konflikt.
Was war der Auslöser dafür, daß manche Politiker die Palästinenser
als die allein Schuldigen sehen?
A. Vor allem die sehr wirksame israelisch-amerikanische
Propagandamaschine und auch das verständliche Entsetzen und
die Angst vor den Selbstmordattentätern.
F. (1) Denken Sie (oder Ihr Meister), daß Jassir Arafat zurücktreten
sollte? (2) Wenn nicht, weshalb nicht?
A. (1) Nein. (2) Er wurde vom palästinensischen
Volk gewählt, nicht von Herrn Scharon oder der US-Regierung, und
zurückzutreten würde bedeuten, sich dem Druck zu beugen, den
Scharon und die US-Regierung, die unrechtmäßig seinen Rücktritt
fordern, auf ihn ausüben. Er ist kein Terrorist und akzeptiert die
Existenz Israels in dieser Region schon seit langem. Aber natürlich
will er für sein Volk Gerechtigkeit und wird sie, wie ich
glaube, mit Maitreyas Hilfe auch erreichen.
F. Ich meine mich daran zu erinnern, daß Maitreya darüber gesprochen
hat, daß Korruption ans Tageslicht kommen muß; sind die kürzlichen
Korruptionsskandale in verschiedenen Großunternehmen in den USA
Teil dieses Prozesses?
A. Ja.
F. Die Juli/August-Ausgabe 2002 von Share International feierte Maitreyas
fünfundzwanzigjährige Präsenz in der Welt; das scheint
eine signifikante Zahl und Zeitspanne zu sein. Heißt das, daß
wir jetzt jederzeit mit seinem ersten Interview rechnen können?
A. Nach meiner Information wird sein erstes Interview
tatsächlich sehr bald stattfinden.
F. (1) Sind Nord- und Südkorea dazu bestimmt, zwei getrennte Staaten
zu bleiben, oder (2) können sie in Zukunft wieder vereint werden
wie West- und Ostdeutschland? Glauben Sie, (3) daß das momentane
Aufflammen des Konflikts eingedämmt werden oder (4) leicht eskalieren
kann?
A. (1) Nein. (2) Ja. (3) Ja. (4) Nach meiner Ansicht
nicht.
F. In H. P. Blavatskys Gesammelten Schriften, Bd. XII, steht in dem Abschnitt
"Erste Einleitende Bekanntmachung" (1888) eine faszinierende
und detaillierte Beschreibung eines Vorboten, der höchst gewissenhaft
das Kommen des Weltlehrers bekannt machen würde. Es wird auch genau
erwähnt, wann das geschehen sollte (1975), und es werden unter anderem
auch die Qualitäten dieser Person beschrieben. Wir glauben, daß
diese Person Benjamin Creme ist; stimmt das?
A. Jeder kann glauben, was er will.
F. Eine ähnliche Vorhersage machte auch Meister Djwhal Khul in den
Alice-Bailey-Büchern (Lucis Verlag): Er erwähnte, daß
die letzte öffentliche Phase der Rückkehr des Christus um 1975
über moderne Medien übers Radio zum Beispiel stattfinden
werde. Bezieht sich das auch auf die Arbeit von Herrn Creme?
A. Gleiche Antwort wie oben.
F. Wenn ich es richtig verstanden habe, bestimmt die Seele, wo und wann
man sich inkarniert; wie wirkt sich eine Geburt durch Kaiserschnitt aus?
Beeinträchtigt das nicht den Plan der Seele für dieses Leben?
A. Nein, warum sollte es?
F. Was geschieht, wenn jemand am "falschen Ort" oder sogar im
falschen Land geboren wird vielleicht ganz woanders, als die Seele
plante?
A. Woher wollen wir wissen, ob das überhaupt
jemals vorkommt?
F. Letzte Forschungen scheinen daraufhin zu deuten, daß während
der Pubertät im Gehirn eine neue Entwicklung, ja sogar ein Wachstum
einsetzt. Es scheint auch, daß in dieser Zeit eine dauerhafte positive
Steigerung der Gehirnkapazität entwickelt wird, wenn das Gehirn kreativ,
aktiv, sinnvoll genutzt und "trainiert" wird. Ist da etwas Wahres
daran?
A. Ja, das trifft hundertprozentig zu.
F. Viele Jugendliche behaupten, sie bräuchten viel Schlaf. Stimmt
das? Was meint Ihr Meister dazu?
A. Nein. Das ist natürlich individuell verschieden,
aber die meisten Jugendlichen schlafen aus Gewohnheit und wegen falscher
Eßgewohnheiten lange. Die meisten bräuchten nicht mehr als
fünf Stunden Schlaf.
F. Sie sagten, Maitreya würde uns helfen, wenn wir über das
Foto seiner Hand seine Hilfe anrufen. Aber wer in diesem Saal braucht
Maitreyas Hilfe eigentlich? Wir leben in einem reichen, unglaublich selbstgefälligen
Land. Sind es denn nicht die Menschen in armen Ländern, die wirklich
dringend Hilfe brauchen? Ich glaube, daß diejenigen, die in einem
so reichen Land wohnen und es wagen, Maitreyas Hilfe anzurufen, noch selbstgefälliger
als alle anderen sind.
A. Wenn um Hilfe für etwas rein Materialistisches
gebeten wird, bin ich geneigt, Ihnen zuzustimmen, aber sogar in den reichsten
Ländern gibt es viele, die physische, emotionale oder mentale Qualen
erleiden, und denen hilft Maitreya gerne.
F. Bei dem Gedanken an "Meister" spüre ich in mir einen
gewissen Widerstand. Wie kann ich mich von diesem Gefühl befreien?
A. Es ist wichtig, sich darüber klar zu werden, daß der Begriff
Meister nicht eine bestimmte Autorität, die über uns steht,
bedeutet. Nach einem Demokratieverständnis wäre das auch wirklich
unannehmbar. Ein Meister ist jemand, der Bewußtsein und Beherrschung
auf allen Ebenen hat. Mit anderen Worten, er hat sich selbst und den Lebensprozeß
gemeistert. Seine Autorität ist spiritueller Natur und gründet
sich auf seine uralte Weisheit und Erfahrung. Man sollte auch daran denken,
daß unser freier Wille für die Meister heilig ist und daher
niemals verletzt wird.
F. Zu Beginn Ihres Vortrags bitten Sie die Zuhörer um einen "offenen
Verstand". Was bedeutet das eigentlich? Wie macht man das?
A. Offen zu sein, bedeutet, nicht leer, sondern
unvoreingenommen zu sein. Jeder neuen Idee begegnen wir mit unserer Konditionierung,
unseren Vorurteilen, die wir von der Wiege an durch Eltern, Lehrer, das
Leben, das wir führen, durch das, was wir beispielsweise lesen, aufgebaut
haben. Das erzeugt Gedankenformen, die sich dann verfestigen und uns davon
abhalten, etwas anderes zu sehen. Offen zu sein, bedeutet, frei zu sein.
Es bedeutet, einen Verstand zu haben, der uns selbst gehört und nichts
enthält, was verhindert, daß wir Neues objektiv betrachten.
Die meisten Leute begegnen einer neuen Information mit vorgefaßten
Meinungen. Wenn sie ihnen gefällt, akzeptieren sie sie. Wenn nicht,
distanzieren sie sich davon. Auf der Verstandesebene gibt es aber weder
Mögen noch Nichtmögen. Dort gilt nur das, was wahr ist. Wenn
es wahr ist, ist es interessant. Es ist vielleicht nicht Ihr Weg, aber
es ist interessant. Es kann als wahr erlebt werden, weil Sie nicht etwas
anderes an seine Stelle gesetzt und es abgelehnt haben. Wenn wir in diesem
Sinne frei sind, ist unser Verstand offen und wir beginnen, zu lernen
und uns selbst zu erziehen. Wir können prüfen, ob etwas wahr
ist oder nicht. Wenn es wahr ist, können wir es im Zusammenhang mit
allem anderen sehen. Wenn es falsch ist, stimmt es mit nichts überein.
Wir können es sofort prüfen und feststellen, ob es falsch ist.
Die Wahrheit besitzt ihre eigene Kraft, die Kraft des Seins, die nichts
zerstören kann.
F. Mir scheint, daß Jiddu Krishnamurti mit Erwachsenen und Jugendlichen
ganz spontan über den Tod gesprochen hat. Es gibt viele Spezialisten,
die sich mit dem Tod befassen Psychiater, Psychologen und
mündlich und schriftlich vermitteln, daß man mit Kindern nicht
über den Tod sprechen sollte, bevor sie danach fragen. Sie raten
dringend, dieses Thema nicht vorwegzunehmen. Ist es ratsam, mit Kindern
spontan darüber zu sprechen, bevor sie selber Fragen über dieses
Thema stellen?
A. Erst wenn sie Fragen stellen, nicht vorher.
F. In der Botschaft Nr. 93 sagt Maitreya: "Das Verbrechen der Ausgrenzung
muß von der Erde verbannt werden. Das ist mein erklärtes Ziel."
Gab es je eine Zeit, in der man auf der Erde das Verbrechen der Ausgrenzung
nicht kannte?
A. Nein. Dennoch war die Erde noch nie so gefährlich
gespalten wie heute. Die modernen Atomwaffen könnten, wenn sie eingesetzt
würden, alles Leben auf der Erde zerstören.
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