Leserbriefe

Auf den Weg führen

Lieber Herausgeber,
nach dem Vortrag von Benjamin Creme im Juni 2002 hatten wir ein interessantes und sonderbares Erlebnis. Wir folgten Hinweisen für unsere Heimfahrt über die Autobahn, und alles ging gut, bis wir eine Ausfahrt nach Hammersmith erreichten und diese überstürzt abfuhren. Sehr schnell verirrten wir uns im Kreisverkehr und in Abzweigungen und konnten schließlich auch aus dem Stadtplan ersehen, daß wir uns völlig verfahren hatten!
Bei strömendem Regen fuhren wir genau um Mitternacht in eine Tankstelle, um nach dem Weg zu fragen. Weil an der Zapfsäule kein einziges Auto stand, ging Ray hinein und erkundigte sich bei dem Mann an der Kasse, wie wir zur Autobahn nach Maidenhead kämen. Der Mann war erst mal ganz perplex, dann zeigte er plötzlich gestikulierend aus dem Fenster und meinte: "Fragen Sie den Taxifahrer, der kann Ihnen den Weg zeigen" – und als Ray hinausschaute, stand ein Wagen an der Zapfsäule! Ray ging zur Fahrerseite, und der Fahrer kurbelte sein Fenster herunter. Er lächelte und sah recht vergnügt aus. "Ich bin aus Kanada und habe mich verfahren", sagte Ray. "Wie schön, Sie wiederzusehen", meinte der Fahrer mit einem breiten Grinsen. Ray dachte, der ist seltsam, und sagte: "Ich muß auf die M4 nach Maidenhead." "Das ist einfach. Folgen Sie mir. Halten sie an, wenn ich anhalte", erwiderte der Fahrer lachend. Ray kam zum Auto zurück und sagte, der Fahrer wäre Maitreya, und er würde uns den Weg zur Autobahn zeigen.
Wir wendeten und fuhren hinter das Taxi. Dann brauste der Fahrer mit uns im Schlepptau davon in die menschenleeren Straßen von London. Da der starke Regen die Sicht erschwerte, hängten wir uns dicht an ihn dran und sausten mit ihm durch Kurven und um Plätze herum. Er fuhr sehr schnell. Nach etwa zehn Minuten hielt er an, eine junge Frau stieg aus, und der Fahrer kam zu unserem Wagen. "Ich habe nur meine Freundin aussteigen lassen. Folgen Sie mir zur M4", sagte er. Er lachte über das ganze Gesicht, sprang wieder in seinen Wagen, und schon brausten wir wieder los. Wir kurvten und spritzten durch die Straßen von London, ohne zu wissen, wo wir waren, aber wir waren sicher, daß uns der Fahrer schon auf den richtigen Weg bringen würde.
Ohne Orientierung und nach vielen Kurven sahen wir schließlich nach etwa zwanzig Minuten ein Schild zur M4 nach Maidenhead! Wir hielten Seite an Seite in einem Kreisverkehr an, wo die Ampel gerade auf Rot schaltete. Der Fahrer beugte sich aus dem Fenster, lächelte und deutete nach rechts, das wäre unsere Richtung, und er würde jetzt nach links Richtung Richmond abbiegen. Wir dankten ihm, die Ampel schaltete auf Grün, und wir trennten uns. Wir waren nun bei strömendem Regen auf der M4 Richtung Maidenhead. Um etwa 1 Uhr nachts kamen wir zu Hause an. Der Mann sah aus wie ein Iraner und war ganz außergewöhnlich fröhlich, und es schien schon mehr als ein Zufall zu sein, daß er denselben Weg hatte wie wir. Würden Sie uns bitte sagen, ob es Maitreya war oder nicht?

R. und J. S., Vancouver, Kanada

(Benjamin Cremes Meister bestätigt, daß der Fahrer tatsächlich Maitreya war. Die Frau, die aus dem Taxi stieg, war Meister Jesus.)


Geben macht Freude


Lieber Herausgeber,
im Herbst 1996 verließ ich in Eile mein Büro und rannte zum nächstgelegenen Supermarkt, um etwas zum Abendessen einzukaufen. Ich nahm nichts und niemanden wahr, denn ich hatte nur einen Gedanken im Kopf: nach Hause – um endlich nach diesem anstrengenden Tag auszuruhen. Nachdem ich fast alles hatte, was ich einkaufen wollte, bemerkte ich plötzlich einen bescheidenen älteren Mann direkt neben mir, der eine Schachtel Kekse ansah. Ich weiß nicht genau, was meine Aufmerksamkeit erregte – war es der traurige Blick seiner Augen, oder wie er die Kekse dann doch nicht in seinen Einkaufswagen legte? In diesem Moment war mir bewußt, daß ich einen Mann in Not sah, und ich wollte etwas sagen, eine freundliche Geste machen, oder irgendetwas. Ich schaute ihn an und lächelte freundlich. Er erwiderte das Lächeln und sagte fast entschuldigend: "Sie sind einfach zu teuer!" Da ich ein wenig zögerte, drehte er sich langsam um und ging weiter. Da hörte ich eine ganz klare innere Stimme, die mich ermutigte: "Überwinde deine Verlegenheit und hilf ihm!" Ich nahm mich zusammen und folgte dem alten Mann. "Entschuldigen Sie, mein Herr", hörte ich mich sagen, "würde es Sie verletzen, wenn ich Ihnen diese Kekse kaufen würde?"
"Ich würde Ihre Hilfe gerne annehmen", antwortete er, "aber wenn es Ihnen nichts ausmacht, hätte ich lieber eine Dose Schinken. Die ist billiger und würde auch noch eher meinen Hunger stillen als Süßigkeiten." Ich war einverstanden und legte die Dose Schinken in meinen Wagen. Er dankte mir und lächelte wieder. Ich konnte es mir nicht verkneifen, ihn zu fragen: "Haben Sie einen warmen Platz, wo Sie bleiben können?" "Oh ja", sagte er, "machen Sie sich keine Sorgen! Nur meine Rente ist so niedrig, alles andere ist in Ordnung."
Ich spürte ein solches Mitgefühl und wollte spontan etwas Freude, zumindest an diesem Abend, in sein Leben bringen. Ich sagte, ich hätte noch etwas vergessen und wir würden uns am Ausgang treffen. Ich ging zurück zu dem Regal mit den Keksen und nahm eine der Schachteln, die "zu teuer" waren, heraus und lief zur Kasse. Als ich den alten Mann traf, gab ich ihm eine kleine Papiertüte. Als er die Kekse sah, stiegen ihm die Tränen in die Augen. "Sie sind sehr großzügig, Fräulein. Danke. Ich werde Ihre Freundlichkeit nicht vergessen." "Einen frohen Abend, mein Herr!", erwiderte ich, während er davonging.
Ich spüre immer noch die angenehme Wärme, die sich in meiner Brust ausbreitete, und wie leicht mir ums Herz war an diesem Abend. Und ganz eigenartigerweise lebt das Gefühl in mir fort und gibt meinem Leben einen neuen Sinn. Wer war er?

S. B., Ljubljana, Slowenien

(Benjamin Cremes Meister bestätigt, daß der" alte Mann" Maitreya war.)


Neuer Glaube, neue Heilung


Im Neker-Hospital in Paris machten sich 1990 einige Ärzte Sorgen über den starken Einfluß der "Ganzheitsmedizin" und über "Gurus", die die Hand auflegen und vorgeben, im Namen Christi zu heilen. Mehrere ihrer Patienten lehnten die konventionellen Methoden des Krankenhauses ab und wollten andere Heilweisen ausprobieren. Die Ärzte verabredeten ein Treffen, um über dieses Thema zu sprechen. Sie trafen sich an einem Abend in einem Raum im ersten Stock, der zwei Ausgänge hat – der eine führte zu einem abgeschlossenen Wintergarten.
Zu Beginn des Treffens entdeckte ein Arzt eine Person hinter der Glastür, die hereinkommen wollte. Jemand öffnete die Tür, aber die Person war verschwunden. Das geschah viermal. Beim vierten Mal jedoch machte einer der verwunderten Ärzte, als er die Tür öffnete, ein Foto.
Das Thema des Abends war der Unterschied zwischen "Wissenschaft und Glauben", was man für unvereinbar hielt. Die Gruppe beurteilte "wundersame Heilungen" unterschiedlich, obwohl sie bei manchen ihrer Patienten schon "eigenartige Dinge" beobachtet hatten. Einige bezeichneten das Phänomen als "symptomatische Hysterie".
Einige Tage darauf erlebte der Arzt, der das Bild aufgenommen hatte und nun anschaute, eine Überraschung: Auf dem Bild schien das Gesicht Jesu zu sein, der in den Händen eine Schale mit Licht hielt.
Er erzählte, das Labor habe ihn schon angerufen und gefragt, was auf dem Bild sei. Als er seinen Kollegen das Bild präsentierte, änderten sie ihre Meinung und akzeptierten den Gedanken, daß Glauben heilen könnte.
Die Geschichte wurde mir von Marcel Colon erzählt, einem Freund von einem der Ärzte, der mir auch das Bild gab. Die Information stammte von Frau Saubert.

O. D., Cesson, Frankreich

(Benjamin Cremes Meister bestätigt, daß das Bild Meister Jesus zeigt, der eine Schale mit Wasser trägt.)

 


top