Maitreyas Lehren:
Leben und Sinn

Zwischen 1988 und 1998 gab Maitreya, der Weltlehrer, eine Serie von Prognosen und Analysen zum Weltgeschehen sowie einige Aspekte seiner Lehren bekannt. Durch einen engen Mitarbeiter in der asiatischen Gemeinschaft in London wurden sie Share International zur Veröffentlichung überlassen und auch der Weltpresse zur Verfügung gestellt. Maitreyas geistige Lehren sind hier - formuliert in den Worten seines Mitarbeiters - nach Themen geordnet, in der Hoffnung, dadurch dem Leser deren Studium und Umsetzung im täglichen Leben zu erleichtern.



Das Leben ist jenseits des Lichts. Der Ursprung des Lebens liegt im höchsten Sein.
(Share International, September 1990)



In Maitreyas Augen ist das Leben nicht so, daß "man sich ein Ziel setzt, und damit hat es sich". "Leben ist ein unaufhörliches Blühen."
(September 1988)


Sobald alles automatisch abläuft und alles um den Menschen am Steuer in Bewegung ist, hält etwas in seinem Innern still.
Verstand, Gemüt und Körper nehmen nur noch diese Stille wahr. Dieser Augenblick des Stillstands wird das Wichtigste im Leben – der Augenblick, in dem er plötzlich von Streß und Anspannung frei ist. Aber das sind die Bremsen des Lebens, und wenn sie versagen, treibt das Selbst – frei von Verstand, Gemüt und Körper – hilflos wie ein Schiff ohne Anker dahin.
Die Bremsen sind wichtig im Leben, aber sie dürfen nicht zu stark sein. Das ist die wichtige Lektion, die wir bei all dem lernen sollten, daß wir Verstand, Gemüt und Körper nicht überanstrengen, sonst kommt der Augenblick, wo sich das Selbst völlig unerwartet befreit. Das ist wie bei Menschen, die einen Nervenzusammenbruch erleiden.
(Mai 1989)



Ein leerer Kopf ist des Teufels Werkstatt. Wenn man keine Arbeit hat, wenn man weder für seinen Körper sorgen, noch zu Hause seinen Verpflichtungen nachkommen und für seine Familie sorgen kann, können sich Verstand und Gemüt nicht weiterentwickeln.
(Juni 1989)



Maitreya erklärt, daß eine Mensch, der keine Arbeit und daher kein Geld hat, kein Einkommen, um für sich und seine Familie zu sorgen, sich zwangsläufig auflehnen wird.
(Mai 1992)



Maitreya sagt: "Hier ist ein unvermeidlicher Prozeß im Gange: Wenn keine Nahrung im Haus ist, geht man woanders hin, um sie sich zu beschaffen."
(Oktober 1990)



Maitreya betont, daß das Leben jedes Menschen einen Sinn hat. "Die Straße zu kehren, ist ebenso göttlich, wie auf dem Thron zu sitzen. Was man auch tut, alles ist göttlich, solange man es mit innerer Gelassenheit tut."
(April 1990)



Kümmert euch um eure Familie. Denkt daran, daß es die "Ismen", Überzeugungen und Glaubensbekenntnisse sind, die uns am Morgen aufstehen und zur Arbeit gehen lassen, damit wir unsere Rechnungen bezahlen und für unsere Familie sorgen können. Das ist kein bewußtes Verhalten. Diese "Ismen" sind die zweite Natur, die uns dazu treibt, unsere Pflichten im Leben zu erfüllen und uns dadurch entwickeln zu können. Bewußtsein ist die lenkende Kraft. Das Selbst muß Verstand, Gemüt und Körper respektieren und lernen, sich Ehrlichkeit, Lauterkeit und Gelassenheit zu eigen zu machen.
(März 1990)



Jeder Mensch wird feststellen, daß er seinen Beitrag für die Gemeinschaft leisten kann.
(September 1988)



Maitreya sagt: "Ich bin nicht gekommen, um die Menschen zu verwirren oder zu erschrecken. Wenn sie mich erleben, laufen sie mir nicht mehr nach. Zum ersten Mal werden die Menschen den Sinn des Lebens erkennen."
Ihr werdet nicht mehr das Gefühl haben, ein sinnloses Leben zu führen, sondern ein Leben, in dem der Meister in euch wohnt und euch führt. Das Gefühl der Innerlichkeit wird euch eine andere Lebensperspektive geben.
Ihr werdet wieder Freude am Leben haben. Erfüllung findet in euch statt. Alles ist in euch. Wenn man das erlebt, kann man nicht mehr mit Ärger reagieren. Mit einem Gefühl der Gelassenheit werdet ihr die Kraft Gottes erfahren. Gott steht hinter allem.
(April 1990)



Das Leben ist geheimnisvoll; es hat Struktur und "Nicht-Struktur".
(Januar/Februar 1990)



Das Leben ist frei von "Ismen"; niemand hat das Recht, das Leben anderer zu beherrschen. Das Leben ist frei von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
(Dezember 1991)



Ihr könnt die Weltprobleme nur mit einem Wirklichkeitssinn lösen, der nicht von Ideologien und Markkräften getrübt ist. (November 1989)



"Schaut euch um, nichts, was geschieht, ist Freiheit oder Erlösung. Diese könnt ihr nur mit mir finden."
(März 1990)



Freiheit und Erlösung durch Ehrlichkeit im Denken, Lauterkeit im Gemüt und innere Gelassenheit sind die allen gemeinsame Erbanlage. Es gibt keine andere Konstitution. Es ist jetzt an der Zeit, daß jeder Mensch und jede Nation anerkennt, daß die einzig natürliche Veranlagung sich darin äußert, den Willen des Schöpfers zu ehren.
Durch Ehrlichsein, Lautersein und Gelassensein entfaltet sich der Wille des Schöpfers auf natürliche Weise in Verstand, Gemüt und Körper. Auf diese Weise achten wir den Willen des Herrn. Das ist die Konstitution des neuen Zeitalters. Der Herr ist im Selbst. Das Selbst ist im Herrn.
"Ich bin im Licht. Das Licht ist in mir."
Habt Vertrauen in den Willen des Herrn.
(Januar/Februar 1991)



Begreift die Wahrheit: Es geht im Leben darum, geistige Werte umzusetzen.
(Mai 1991)


Vielfalt und Einheit


Maitreya sagt: "In der Einheit ist die Vielfalt. Die Zeit des Erwachens ist gekommen. Seid, was ihr seid. Lauft einander nicht nach. Ihr werdet euch nach und nach entfalten. Kein Mensch gleicht dem anderen. Kein Mensch kann die Kopie eines anderen sein. Sobald ihr die Persönlichkeit eines anderen annehmt, schafft ihr einen Abstand zwischen mir und euch. Sobald ihr seid, was ihr seid, erfahrt ihr ein Glücksgefühl, eine innere Klarheit und Frieden. Dann gibt es keine Distanz mehr zwischen uns."
(Mai 1991)



Schaut in euren Garten. Bewundert die schönen Blumen. Der Garten ist nur dann schön, wenn darin Vielfalt herrscht. In der Schöpfung gibt es sieben Farben. Wenn eine Farbe fehlt, gibt es kein Licht. Ihr seid nicht hier, um Überzeugungen zu übernehmen oder zu verwerfen. Ihr seid hier, um alle sieben verschiedenen Farben zu erfahren. So nehmt ihr an Wissen und Weisheit zu.
(Juli/August 1990)



Nur wenn ein Mensch seine Freiheit auch nutzen kann, kann er seine Richtung frei wählen. Bis dahin sollte man vor den anderen Farben des Lebens nicht die Augen verschließen. Urteilt nicht über die anderen sechs Farben.
(Juli/August 1990)



Der Nährboden der Schöpfung ist die Vielfalt, sie ist die Grundlage jeder Nation und jeder Religion. Versucht man, diese Unterschiede zu beseitigen, richtet man nur Zerstörung an.
(September 1991)



Maitreya hat klargestellt, daß Gott nicht daran interessiert ist, irgendeinen bestimmten Tempel zu haben; nur die Menschen wollen es so. Gott will keinen Tempel.
(Dezember 1991)



"Seid, was ihr seid. Bringt keine 'Ismen' in die Politik ein. Es ist die Pflicht der Politiker, das Spektrum verschiedener Meinungen aufrechtzuerhalten."
(Juli/August 1991)



Wenn ihr versucht, die Schöpfung zugrunde zu richten, löst ihr Zerstörung und Gefahren aus. Um Harmonie und Frieden zu bewahren, müßt ihr die Gesetze der Vielfalt achten.
(September 1991)



Maitreya sagte: "Ich will, daß mein Garten wiederhergestellt wird. Er wird voller Vielfalt und doch eine Einheit sein. Er wird schön sein und blühen."
(September 1991)




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