Die Lösung heißt Teilen


Maitreyas Lehren



Das Prinzip des Teilens steht im Mittelpunkt von Maitreyas Lehren und findet sich durchweg in seinen 140 Botschaften wieder, die er in den Jahren 1977 bis 1982 durch Benjamin Creme bei dessen öffentlichen Vorträgen in London den Zuhörern übermitteln ließ. Diese mit Hilfe einer sogenannten mentalen Überschattung vermittelten Botschaften weisen die Menschheit darauf hin, daß die Lösung der Weltprobleme ganz einfach sein kann, wenn wir neue Lebensweisen annehmen, die auf Teilen und Gerechtigkeit gründen.
Zum Thema Teilen folgen einige Zitate aus Maitreyas Botschaften, ein Artikel von Benjamin Cremes Meister sowie einige Fragen, die Benjamin Creme diesbezüglich beantwortet hat.


Argumente für das Teilen
von Meister —, durch Benjamin Creme

Die Menschheit wird in Kürze eine Zeit erleben, in der sie eine wichtige Entscheidung treffen muß. Wenn sie sich auf allen Seiten von Streit und Spaltung bedroht sieht, muß sie für die Probleme, die auf sie einstürmen, einen neuen Ansatz finden. Ohne eine völlig neue Vorgehensweise besteht kaum mehr Zweifel, daß die Menschheit eine sehr düstere Zukunft zu erwarten hat.
Historisch gesehen, gibt es für die gegenwärtige Situation und die Zustände auf der Erde nichts, was ihnen vergleichbar wäre. Nie zuvor haben so viele Seelen zugleich auf dem Planeten gelebt. Kaum je, wenn überhaupt, waren die Gräben zwischen den Gruppen so tief und so schmerzhaft. Nie hat der Mensch über so destruktive Kräfte verfügt wie heute – er hat inzwischen die Macht, alles Leben, in jedem Naturreich zu zerstören. Angesichts dieser drohenden Vernichtung muß der Mensch Bestandsaufnahme machen und nach neuen, gangbaren Wegen suchen.
Von allen erdenklichen Möglichkeiten wurde bis jetzt nur eine noch nie versucht. Im Laufe seiner langen Geschichte ist dem Menschen noch niemals die eine, einfache Lösung eingefallen. Das Prinzip des Teilens ist die einzige Antwort, die den Bedürfnissen des Menschen gerecht zu werden und seine vielen Probleme zu lösen vermag, denn auf diesem Prinzip beruht der Plan Gottes. Wenn die Menschen nicht teilen, leugnen sie ihre Göttlichkeit und beschwören alles zukünftige Unheil selbst herauf. Wenn sie nicht teilen, regiert ein heilloses Chaos und verhindert, daß der Mensch zu der Gerechtigkeit findet, die ihm dem Gesetz nach zusteht. Nur durch Teilen kann der göttliche Plan der Brüderlichkeit umgesetzt und die Sünde der Spaltung endgültig in der Welt überwunden werden.
Wie kann der Mensch denn weiterbestehen, ohne zu teilen? Wie kann er denn noch hoffen, zu überleben, ohne zu teilen? Die Gefahren des gegenwärtigen Ungleichgewichts zwischen den Nationen sind so groß, daß auch pures Glück ihm nicht mehr helfen würde, das zu überstehen. Eine tödliche Krankheit – Separatismus im Verein mit Habgier – herrscht auf der Erde und verlangt drastische Heilmaßnahmen.
Die einfache Heilmethode liegt trotz des offensichtlichen Chaos greifbar nahe. Die lang angelegte Versuchsperiode der Menschheit ist fast zu Ende. Die Hierarchie des Lichts tritt jetzt gegen die Kräfte an, die den Menschen immer noch in ihrer Gewalt haben, und steht geschlossen unter dem Banner der Wahrheit.
Maitreyas Mission beginnt mit einem Aufruf an die Menschheit, zu teilen. Da er die Herzen der Menschen kennt, weiß er genau, wofür sie sich entscheiden, und weiß auch, daß sie zu den notwendigen Veränderungen bereit sind. "Der Mensch muß sterben oder teilen", hat er gesagt, wohl wissend, daß der Mensch das Teilen und das Leben wählen wird und willens ist, gemeinsam mit ihm eine bessere Zukunft zu schaffen.
Bis jetzt beschränken sich alle Anstrengungen, die Menschheitsprobleme zu lösen, darauf, die gegebenen Strukturen aufrechtzuerhalten, wenn sie sich auch noch so sehr als ungerecht erwiesen haben. Die allseits herrschenden Spaltungstendenzen erfordern Entschlossenheit und gesetzlich zu verankernde Gerechtigkeit.
Vielen Menschen wird es heute angst und bange, wenn sie hören, wie ihre führenden Politiker sich streiten; doch sie werden ihre Regierungen bald weit hinter sich lassen. Die Menschheit ist für den Ruf der Freiheit hellhörig geworden und braucht nur eine echte Führung, damit sie die Welt in Ordnung bringen kann. Maitreya ist gekommen, um den Weg zur Brüderlichkeit und Gerechtigkeit zu zeigen. Unter seiner weisen Leitung beginnt eine neue Epoche, in der sich das wahrhaft Göttliche des Menschen offenbaren kann, so daß er Mittel und Wege zum Teilen und zur Zusammenarbeit finden und den Plan Gottes erfüllen wird.

(Aus Share International, März 1987)


Benjamin Creme beantwortet Fragen zum Thema Teilen


Frage: Wird Lord Maitreya uns lehren, wie wir teilen können? Es ist schwer vorstellbar, wie wir Menschen auf der anderen Seite der Erde helfen können, während wir(beispielsweise) hier in London leben.

Benjamin Creme: Das ist nicht so schwer zu verstehen, wenn Sie daran denken, wie die europäische Wirtschaft am Ende des Zweiten Weltkriegs darniederlag. Man mußte mit buchstäblich Millionen Flüchtlingen fertigwerden; man hatte die Konzentrationslager geöffnet und Millionen Internierte freigelassen. Es war ein enormes Problem: Deutschland war durch Bomben zerstört, die meisten Städte lagen in Trümmern. Das traf auch auf bestimmte Gebiete in Frankreich und Belgien sowie in England zu – ich muß hier nicht weiter in Details gehen. Europa – und die Sowjetunion – waren ruiniert, und was geschah? Tausende von Meilen entfernt, auf der anderen Seite des Ozeans, hatte ein Amerikaner namens George Marshall einen hervorragenden Plan – und der Marshall-Plan wurde Wirklichkeit; Geld und Güter wurden nach einem Leih-Pachtsystem von den Vereinigten Staaten nach Europa verschifft; diese weltweit größte Aktion des Teilens veränderte Europa. In wenigen Jahren kam die Wirtschaft in Gang und die Städte wurden wieder aufgebaut.
Teilen auf weltweiter Basis ist möglich, wenn man eine Konzeption und den Willen dazu hat. Man muß lediglich erkennen, was notwendig ist, und einen Weg finden, es umzusetzen.
Die Meister haben einen sehr einfachen Plan, der nicht von ihnen, jedoch mit ihrer Hilfe von einer Gruppe Eingeweihter, von Wirtschafts- und Finanzfachleuten von internationalem Rang ausgearbeitet wurde, die ebenfalls Mitglieder der Geistigen Hierarchie sind: Jede Nation wird gebeten, eine Bilanz dessen aufzustellen, was sie hat und was sie braucht. Auf diese Weise läßt sich der "Weltkuchen" feststellen. Alle Nationen werden gebeten, den "Überschuß" aus jedem Bereich in einen gemeinsamen Fond einzubringen. Eine neue Vermittlungsstelle der Vereinten Nationen, die sich nur mit der Verteilung der Güter beschäftigt, wird unter der Aufsicht eines Meisters oder zumindest eines Eingeweihten dritten Grades eingerichtet. Und so wird durch einen einfachen Prozeß des Teilens und Tauschens eine hochentwickelte Form des Tauschhandels das derzeitige Wirtschaftssystem ersetzen. Das wird nicht sofort geschehen, jedoch in nicht allzu ferner Zukunft.
Der in Japan beginnende Börsenkrach wird die Regierungen zwingen, gewisse Prioritäten zu setzen, die Maitreya folgendermaßen beschrieben hat: (1) die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichender und richtiger Nahrung, (2) die Zuteilung von angemessenem Wohnraum und Obdach, (3) ein Angebot an Ausbildung und Gesundheitsfürsorge für alle als natürliches Recht. Das dürfte nicht zu viel verlangt sein – Nahrung, Unterkunft, Gesundheitspflege und Ausbildung –, aber nirgends auf der Welt ist das alles bereits selbstverständlich. Nicht einmal in den Vereinigten Staaten, die sich als reichste und, militärisch gesehen ganz sicher, mächtigste Nation der Welt betrachten, gilt dies als allgemeines Recht. 33 Millionen Menschen leben in den Vereinigten Staaten offiziell unter der Armutsgrenze. Wenn diese einfachen, grundlegenden Prioritäten eingeführt werden, sieht die Welt ganz anders aus. Sobald wir unsere Verantwortung für die Dritte Welt erkennen, werden wir das Prinzip des Teilens richtig umsetzen.

(Aus Maitreyas Mission, Band zwei)

F: Werden sich die Verantwortlichen denn nicht, wie schon damals vor 2000 Jahren in Palästina, wieder dem Prinzip des Teilens und damit den Lehren Maitreyas widersetzen?

BC: Zweifellos werden die "Verantwortlichen" – also die Menschen in Machtpositionen und privilegierten Stellungen – ihr Möglichstes tun, um die Veränderungen, zu denen Maitreya aufruft, zu verhindern oder zu verzögern. Das internationale Bank- und Finanzwesen wird wahrscheinlich zu den Letzten gehören, die die Notwendigkeit des Teilens akzeptieren, aber es wird für sie immer aussichtsloser werden, den Umschwung aufzuhalten; der Ruf der Dritten Welt nach Hilfe und Gerechtigkeit wird zusehends lauter und immer schwerer zu ignorieren sein.
Die Welt von heute ist nicht mehr mit der vor 2000 Jahren zu vergleichen. Damals sprach der Christus zu unwissenden und abergläubischen Bauern, die völlig unter der Herrschaft der Priester standen. Heute ist die Menschheit durch ein weltweites Bildungswesen und durch internationale Verbindungen imstande, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen – und auf deren Verwirklichung zu beharren.

(Aus Maitreyas Mission, Band eins)


F: Viele Leute hier [in den USA] halten sich nicht für selbstgefällig. Wenn es in Afrika oder sonstwo eine Krise gibt, reagieren wir sofort mit Hilfeleistungen und Lebensmitteln.

BC: Gewiß, aber das sind Einzelreaktionen. In jedem Land gibt es Menschen, die von Herzen auf menschliche Not reagieren. Aber das geschieht nur sporadisch. Die Menschheit als Ganzes, das heißt ihre Repräsentanten, die Regierungen gehen nicht global auf diese Probleme ein. Vielleicht würden wir auch keine Regierung wählen, die es als ihre höchste Priorität sieht, Millionen Hungernde zu retten, wenn dadurch unser eigener Lebensstandard sinken würde. Damit sind keine Stimmen zu gewinnen – das meinen zumindest die Politiker. Aber die Zeit wird kommen, in der Politiker überhaupt keine Stimmen mehr erhalten, wenn sie diesem Problem nicht oberste Priorität einräumen.
Wir werden erleben, daß durch Maitreyas Impulse sich weltweit eine öffentliche Meinung bildet, die Teilen als göttliches Recht zur absolut zentralen Frage erhebt. Maitreya sagt: "Wenn ihr teilt, erkennt ihr Gott in eurem Bruder." Er sagt: "Die Probleme der Menschheit sind real, aber lösbar." Die Lösung liegt in unserer Hand. "Nehmt die Bedürfnisse eures Bruders als Maß für euer Handeln und löst so die Probleme der Welt. Es gibt keinen anderen Weg." Maitreya wird die Weltöffentlichkeit so anspornen und bestärken, daß sich ihr keine Regierung mehr widersetzen kann. Diese Weltöffentlichkeit wird schließlich alle Regierungen zwingen, das Prinzip des Teilens zu akzeptieren, weil man einsehen wird, daß es keine Alternativen gibt. Entweder wir teilen oder wir sterben. So einfach ist das.

(Aus Maitreyas Mission, Band drei)


Der Mensch ist ein werdender Gott und braucht daher Lebensformen, die es diesem Gott erlauben, sich zu entfalten.
Wie könnt ihr zufrieden sein mit eurer jetzigen Lebensweise: wenn Millionen Menschen hungern müssen und im Elend sterben; wenn die Reichen ihren Wohlstand vor den Armen zur Schau stellen; wenn jeder Mensch der Feind seines Nachbarn ist; wenn niemand seinem Bruder traut?
Wie lange noch müßt ihr so leben, meine Freunde?
Wie lange noch könnt ihr diese Entwürdigung ertragen?
Es ist mein Plan und meine Pflicht, euch einen neuen Weg zu offenbaren, einen Weg nach vorn, auf dem das Göttliche im Menschen aufleuchten kann.
Das meine ich sehr ernst, meine Freunde und Brüder. Hört meinen Worten gut zu.
Der Mensch muß sich ändern oder sterben; einen anderen Weg gibt es nicht.
Wenn ihr das begreift, werdet ihr voll Freude für meine Sache einstehen
und zeigen, daß es für den Menschen eine lichtdurchflutete Zukunft gibt.
Meine Lehre ist einfach:
Gerechtigkeit, Teilen und Liebe sind göttliche Aspekte.
Um seine Göttlichkeit zu offenbaren, muß der Mensch sich diese drei zu eigen machen.

(Aus Maitreyas Botschaft Nr. 81)

 

Die Menschheit wird von mir mit zwei Handlungsweisen konfrontiert werden;
auf ihrer Entscheidung beruht die Zukunft der Welt.
Ich werde ihr zeigen, daß die einzig mögliche Wahl nur Teilen und wechselseitige Abhängigkeit heißen kann.
Hierdurch wird der Mensch in jenen Wahrnehmungszustand seiner selbst und seines Zwecks gelangen, der ihn zu den Füßen Gottes führt.
Den anderen Weg sich vorzustellen, ist zu furchtbar, denn er würde die Vernichtung aller Lebensströme auf dieser Erde bedeuten.

(Aus Maitreyas Botschaft Nr. 17)

 

Die Antworten auf eure Probleme sind wirklich einfach. Oft schon habe ich euch gesagt, daß der Wille zu teilen euer Leben bestimmen muß. Ich wiederhole noch einmal: Ohne Teilen und Gerechtigkeit, meine Brüder und Schwestern, wird der Mensch keinen Frieden finden. Hört auf meinen Rat. Schlagt darum den einzig möglichen Weg ein und vertraut auf das Teilen, um die Welt aus ihrer Agonie zu befreien.

(Aus Maitreyas Botschaft Nr. 133)

 

Mein Herz schmerzt, wenn ich so viele sinnlos sterben sehe.
Hunger und Krankheit suchen die Erde heim.
Nichts macht mir so viel Kummer wie diese Schande.
Das Verbrechen der Ausgrenzung muß von der Erde verbannt werden.
Das ist mein erklärtes Ziel.

(Aus Maitreyas Botschaft Nr. 93)

 

Der Schlüssel zu meiner Lehre liegt, wie ihr wißt, im Prinzip des Teilens.
Alles, was die Menschen tun, und alles, was sie tun werden, hängt von einer einfachen und grundlegenden Wahrheit ab:
daß die Fürsorge für alle Menschen von dem einen, den wir Gott nennen, ausgeht.
Nehmt das als Tatsache an, meine Freunde, und steht zu eurer Göttlichkeit.
In euch allen lebt ein solcher Gott, und durch die Gemeinschaft der Menschen kann sich dieser Gott offenbaren.
Das ist der Weg, der euch von Anfang an bestimmt ist.
Wenn die Menschen das einsehen, werden sie die Wahrheit der Brüderlichkeit erkennen.

(Aus Maitreyas Botschaft Nr. 69)



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