Im Share-International-Magazin vom April 2005 gibt Benjamin Creme faszinierende Einblicke in die Wirkweisen des Gesetzes von Ursache und Wirkung. Es folgen einige Beispiele daraus.
Von Benjamin Creme beantwortete Fragen anläßlich der Transmissions- meditationstagung in San Francisco im August 2004
F. Werden wir in unseren Inkarnationen immer mit den Folgen unserer früherer Handlungen konfrontiert?
A. Natürlich. Unsere früheren Handlungen machen unser gegenwärtiges Leben aus. Genau das bewirkt das Karma. Die Art und Weise, wie wir unser Leben jetzt führen, ist die Folge von vergangenem und auch gegenwärtigem Verhalten. Das betrifft also nicht nur die Vergangenheit. Karma ist ein dynamisches Gesetz, das sich auf alles, was wir tun, erstreckt. Wir hören nicht auf, zu handeln, nur weil wir wiedergeboren werden. Wir fangen nur wieder von vorn an, und wir tun das auch sehr eifrig. Wenn es gute Handlungen sind, bringen sie gutes Karma. Wenn sie zerstörerisch sind, verursachen sie Schmerzen und Leid.
Werden diese Menschen [Mörder] leiden? Das Leid, das sie verursacht haben, werden sie selbst erleiden. Sie werden das Leid, das jemand anderer als Folge ihrer Handlungen erlitten hat, auf irgendeine Weise auch erleiden. Es ist also kein mechanisches Gesetz, aber ein sehr präzises. Es ist, als ob die Herren des Karma die Qualität der von unseren Gedanken und Taten aufgewandten Energie abwägen, so daß sie dann in derselben Qualität zu uns zurückkommt. Viele Menschen, die auf der Welt ermordet werden, tragen damit eine karmische Situation ab.
F. Kann es durch Vergebung aufgelöst werden?
A. Vergebung ist eines der Hauptgesetze, die die Kraft des Karma mildern und verringern können. Karma ist ein Gesetz und wirkt unpersönlich. Es gibt vier große Herren des Karma, die dieses Gesetz lenken. Es ist ein unpersönliches Gesetz, aber seine Folgen können durch die Versöhnlichkeit der Person, die verletzt wurde, erheblich gemildert werden. Vielleicht nicht vollständig, denn das hängt
F. Und wenn sich die Person selbst vergibt?
A. Das ist etwas anderes. Sich selbst zu vergeben, hat nichts mit Karma zu tun, sondern mit Schuldgefühl.
Eine der Hauptaufgaben Maitreyas besteht darin, die Menschheit von Schuld zu befreien. Die Menschen sind völlig grundlos schuldig. Sie sind schuldig, weil sie zu ernsthaft sind oder weil sie die Probleme anderer Menschen, den Haß oder den Mangel an Liebe anderer Menschen oder was immer auf sich nehmen. Die Menschen fühlen sich schuldig, besonders Kinder. Die Kinder, deren Familien zerbrechen, deren Vater und Mutter sich scheiden lassen, haben häufig das Gefühl, an der Trennung ihrer Eltern schuld zu sein, weil es eine sehr traumatische Situation für sie ist...