Fragen und Antworten


F. Könnten Sie uns sagen, wer hinter den kurz vor den Wahlen verübten Bombenanschlägen im Iran steht? Welche Motive führten zu dieser Tat?

A. Eine Gruppe extrem fundamentalistischer Schiiten, die meinen, daß die Regierung sich zu wenig für die Reinheit eines Gottesstaates einsetzt.

F. Spiegelt das Nein bei den Volksentscheiden zu Europa wider, daß die Politiker keinen Kontakt mehr mit der Bevölkerung haben? (2) Lehnen die Menschen die neoliberale, marktgesteuerte Gesellschaft ab? (3) Sehen Sie darin ein weiteres Beispiel für die Macht des Volkes, daß die Leute den Politikern klarmachen, daß es ein Fehler ist, sie nicht vorher zu befragen?

A. (1) Die Regierungen in Frankreich und den Niederlanden haben ohne Zweifel kein Gespür für die Stimmung der Bevölkerung gehabt. Hätte in Großbritannien eine Abstimmung stattgefunden, hätten, denke ich, siebzig Prozent der Bevölkerung mit Nein gestimmt. Ich nehme jedoch an, daß in den neuen Mitgliedsstaaten wahrscheinlich die Ja-Stimmen überwiegen. Sie würden sich zumindest verpflichtet fühlen, für eine EU-Verfassung Begeisterung zu zeigen. (2) Nein, das denke ich nicht. (3) Ja. Die Verfassung hat (insgesamt) an die 500 Seiten, und nur wenige haben die Zeit und die Muße, dieses Papier durchzuarbeiten. Viele Menschen haben – zu Recht – das Gefühl, daß sie nicht gefragt wurden und über ihre Köpfe hinweg entschieden wurde. Daher das eindeutige starke Nein. Einige haben auch das Gefühl, schon zu viel Souveränität verloren zu haben, und möchten keine Vereinigten Staaten von Europa, die sie, ebenso zu Recht, für das eigentliche Ziel dieser Verfassung halten. Sie fühlen sich von nicht gewählten Politikern, die ihre eigenen Pläne verfolgen, manipuliert.

F. Ich erinnere mich, daß Maitreya das politische Ende von Margaret Thatcher vorhergesagt hat, als sie sich noch auf dem Höhepunkt ihrer Macht befand – das Glücks- oder Schicksalsrad begann bereits, sich gegen sie zu wenden. Frau Thatcher wurde recht schnell, wie mir schien, aus Amt und Würden entlassen. Zeichnet sich für George W. Bush und seine nächsten Mitarbeiter ein ähnlicher Prozess ab?

A. Leider nicht.

F. Es sieht so aus, als ob viele Leute dieses Jahr [2005] jetzt für entscheidend halten, um endlich die drängenden Probleme in Angriff zu nehmen: Afrika, Armut, Schulden, AIDS, Verschmutzung, Umwelt und so weiter. Wie ist dieses weitverbreitete, offensichtliche "Erwachen" und die scheinbare Reife unseres kollektiven Denkens zu erklären?

A. Was wir hier beobachten können, ist eine Reaktion auf die Energien, die Maitreya und seine Gruppe in die Welt strömen lassen. Endlich tragen Maitreyas Lehren jetzt Früchte. Das ist für die Menschheit eine klare Lektion. Trends bewegen sich simultan, auf unterschiedlicher Wellenlänge und in unterschiedlicher Richtung. Die alten Muster zerfallen allmählich, bis mit der Zeit die neuen Energien von der Menschheit so weit aufgenommen werden, daß sie einen Wandel herbeiführen.

F. Wie läßt sich das "Wunder" der Existenz Maitreyas mit dem freien Willen der Menschheit in Einklang bringen?

A. In der Praxis werden Sie keinerlei Widerspruch erleben. Den Meistern gilt der freie Wille der Menschen als unantastbar und wird daher von ihnen niemals verletzt. Daß Maitreya in das Alltagsleben der Menschen zurückkehrt, kann man eigentlich nicht als Wunder bezeichnen. Er kommt dem Gesetz entsprechend und gemäß dem Plan. Es ist nur so, daß die meisten Leute noch nichts von ihm und dem Plan gehört haben.

F. Wenn die Meister abwarten müssen, bis die Menschheit gutes Karma schafft, bevor sie sich öffentlich zeigen können, heißt das, daß auch sie dem Karma unterworfen sind?

A. Die Meister schaffen kein persönliches Karma. Aber ihr Handeln in Bezug auf die Menschheit ist durch das Weltkarma bedingt. Die Menschheit muß nicht "gutes Karma schaffen", sondern nur selbst die ersten Schritte in die richtige Richtung unternehmen.

F. Soweit ich verstanden habe, arbeiten die Raumbrüder sowohl mit amerikanischen, als auch mit russischen Wissenschaftlern an der Entwicklung der Lichttechnologie. (1) Ist es den Wissenschaftlern beider Nationen bewußt, daß sie an dieser Technologie arbeiten? (2) Wie weit sind die Russen den Amerikanern in dieser Entwicklung voraus?

A. Ja. (2) Etwa zwei Jahre.

F. In den Büchern von Alice Bailey sagte Meister Djwhal Khul, daß hinter jedem Problem in der Welt ein religiöses Problem steht. Wie wird man dieses Problem lösen? Er sagte, daß es sehr lange dauern werde.

A. Das wird tatsächlich lange dauern. Es stimmt, daß beinahe jeder Krieg und Kampf in der Welt auf religiöse Differenzen zurückzuführen sind. Eigentlich sollten religiöse Unterschiede kein Problem sein. Es gab Gegenden, wo Christen, Juden und Muslime Hunderte von Jahren friedlich zusammengelebt haben. In Spanien war das so. Religiöse Differenzen können zwar bloß latent bestehen, aber sobald eine äußere Schwierigkeit auftaucht, beispielsweise im politisch-wirtschaftlichen Bereich, werden sie aktuell und erlangen Priorität. Das liegt daran, daß die stärkste emotionale Bindung, die Menschen haben, die Bindung an ihre religiöse Überzeugung ist.
Als Indien geteilt wurde, haben grauenvolle Massaker stattgefunden. Ganze Zugladungen von Hindus wurden von Muslimen massakriert – und umgekehrt –, während Pakistan gerade erst gebildet wurde. Menschen kamen aus Indien und haben sich immer als Inder gesehen, aber sie waren keine Hindus, sondern Muslime. Der Konflikt entstand also zwischen Muslims und Hindus und nicht zwischen Indien und Pakistan. Auch Bengalen war betroffen, das Teil von Pakistan war, auch dort gab es Konflikte zwischen Moslems und Hindus. Dann wurde Bangladesch gebildet, und es passierte genau das gleiche.
Wenn äußerer politisch-ökonomischer Druck nicht leicht aufgelöst werden kann, schlägt das immer in eine religiöse Spaltung um – die sich lange hält. Das war und ist immer noch so in Nordirland, auch wenn die Kämpfe aufgehört haben; in Nigeria und anderen Teilen Afrikas ist es genauso. Die religiösen Differenzen werden als letzte der großen Intoleranzen in der Welt gelöst werden können. Ihre religiösen Überzeugungen liegen den Menschen mehr am Herzen als alles andere – was aber auch bedeutet, daß die Beziehung der Menschheit zu dem, was wir Gott nennen, stärker ist, als wir zugeben. Dieser Gedanke ist bei den meisten Menschen in der Welt am stärksten ausgeprägt. Nur die gebildeten Intellektuellen in Europa und einigen anderen Ländern vertreten tolerantere Ansichten und sind auch nicht an eine bestimmte Religion gebunden.
Nur wenn man bereits in jungen Jahren die Bindung an die Religion aufgibt, kommt man zu dieser Haltung. Sonst ist die Angst, aus der Gemeinschaft des Landes, das man mit seiner Religion identifiziert, ausgeschlossen zu werden, zu groß. Das wird solange andauern, bis wir lernen, toleranter zu sein.
Es gibt in der Menschheit drei große Tätigkeitsbereiche: Politik, Wirtschaft und Religion, und wenn man falsch damit umgeht, entwickelt sich eine korrupte Ideologie oder ein totalitäres System. Politische Ideologien heißt: Demokraten, Faschisten, Kommunisten und so weiter. Der politische Totalitarismus hat aber abgenommen und geht wirklich zu Ende.
Zur Zeit tobt der wirtschaftliche Totalitarismus. Diesen Aspekt wird Maitreya mehr als jeden anderen ansprechen, da er der Schlüssel zu den anderen Themen ist, zu der Toleranz, die man braucht, um mit den anderen umzugehen. Der religiöse Totalitarismus, der jetzt am mächtigsten und einflußreichsten ist, wird erst als letzter verschwinden. Wenn man auf dem Gipfel ist, gibt es nur noch den Weg nach unten. Nach und nach wird auch sein Einfluß schwinden, aber das braucht Zeit.



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