Die Lügen aufdecken



Geheimdokument enthüllt frühzeitige Irak-Pläne der USA
Während der britischen Wahlen sickerten kürzlich brisante Informationen durch [die von der Sunday Times veröffentlicht wurden], aus denen detailliert hervorgeht, daß die Bush-Administration bereits acht Monate vor ihrem Angriff auf den Irak fest entschlossen war, den irakischen Präsidenten Saddam Hussein zu stürzen, zu diesem Zwecke Geheimdienstinformationen manipulierte, die Öffentlichkeit täuschte und nie ernsthaft die Absicht hatte, einen Krieg gegen den Irak auf diplomatischem Wege abzuwenden.
Es handelt sich hierbei um das Geheimprotokoll einer Sitzung des britischen Premierministers Tony Blair und seines Beraterstabs in der Downing Street im Juli 2002, bei der auch der Chef des britischen Geheimdienstes Richard Dearlove zugegen war. Das Protokoll nahm der Sicherheitsberater der britischen Regierung Matthew Rycroft auf.
Das Büro des britischen Premierministers hat sich bisher nicht zur Richtigkeit des Protokolls geäußert, wogegen das Weiße Haus die Behauptungen energisch zurückwies. Der Abgeordnete des amerikanischen Repräsentantenhauses John Conyers hat vor kurzem Präsident Bush in einem offenen Brief, der von 89 Kongreßmitgliedern unterzeichnet wurde, um weitere Erklärungen gebeten.

(Quellen: The Chicago Tribune, Los Angeles Times, USA)


Klimaerwärmung und frisierte US-Umweltgutachten
Der New York Times liegen Dokumente des Government Accountability Project vor – einer Non-Profit-Organisation, die Personen, die dubiose Regierungsaktivitäten an die Öffentlichkeit bringen, juristisch unterstützt –, die beweisen, daß ein Beamter des Weißen Hauses Umweltgutachten manipuliert hat, um den Zusammenhang zwischen der globalen Erwärmung und den Treibhausgasemissionen herunterzuspielen.
Philip Cooney ist der Stabschef des White House Council on Environmental Quality, des US-Umweltrats, der die Regierung bei der Entwicklung von umweltpolitischen Maßnahmen unterstützt. Bevor Cooney ins Weiße Haus eintrat, war er für das American Petroleum Institute, die größte Lobbyorganisation der US-Ölindustrie, tätig. Obwohl er über keinerlei wissenschaftliche Ausbildung verfüge, so die New York Times, habe er in den Berichtsentwürfen der Jahre 2002 und 2003 Streichungen und Änderungen an den Klimaforschungsergebnissen vorgenommen, die von Wissenschaftlern der Regierung und deren Vorgesetzten, darunter auch einigen hohen Beamten der Regierung Bush, bereits genehmigt worden seien.
Klimatologen und Umweltschützer sind der Ansicht, daß die von Cooney vorgenommenen Änderungen auf den unsichtbaren Einfluß von Beamten wie Cooney mit Verbindungen zur Energiebranche hinweisen, die schon seit langem Umweltauflagen für Treibhausgase bekämpft.

(Quelle: The New York Times, USA)



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