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Der folgende Artikel ist eine bearbeitete Version des Vortrages, den
Benjamin Creme im August 2006 auf der Transmissionstagung in der Nähe
von San Francisco hielt.
Dieser Vortrag beruht auf einem Artikel meines Meisters, den er im letzten
Jahr für die Mai-Ausgabe 2006 von Share International schrieb und
den ich hier voranstellen möchte:
Einheit in der Vielfalt
Jahrhundertelang gab es in der Welt ein breites Spektrum von Regierungsformen,
von despotischen bis zu höchst egalitären. Heute haben sich
die meisten Länder für eine demokratische Form entschieden,
in der die Regierung mit den Stimmen der Bevölkerung für die
eine oder andere politische Partei gewählt wird. Dabei wird vorausgesetzt,
dass das Wahlsystem fair, ehrlich und frei von Manipulation und Betrug
ist.
Wie die jüngste Geschichte zeigt, ist das aber leider nicht immer
der Fall, sogar in jenen Ländern, die mit Nachdruck auf die Redlichkeit
ihres Wahlsystems verweisen. Betrug und Doppelspiel nehmen überhand,
Personen und Fraktionen gelangen durch arglistige Täuschung an die
Macht.
Eher autoritär sind Einparteien-Staaten, wo die Entscheidungen von
einer Gruppe starker Männer mit Rückendeckung von
Armee und Polizei getroffen werden. Die Bevölkerung hat in ihrer
Rechtsordnung kein Mitspracherecht und meist noch nicht einmal das Bedürfnis,
diese Rechte einzufordern.
Manche Länder stehen unter der Gewalt grausamer Despoten, deren Wille
zur Macht auch dem damit einhergehenden Reichtum gilt. Manche werden von
Fanatikern regiert, die überzeugt davon sind, dass sie und ihre Gefolgschaft
von Gott geführt werden und seine Pläne ausführen. Andere
kämpfen darum, ihr Volk aus Armut und Leid zu befreien und sich der
Forderungen ihrer reichen Nachbarn zu erwehren. Wiederum andere kämpfen
um ihre Unabhängigkeit oder versinken in Chaos und Bürgerkrieg.
Die Menschen sollten die sich daraus ergebende Lektion beherzigen: Für
die Bedürfnisse unterschiedlicher Völker gibt es unterschiedliche
Organisationsformen. Deshalb ist in dieser entscheidenden Frage mehr Toleranz
angebracht. Alle Nationen werden von unterschiedlichen Strahlen-Energien
regiert und brauchen daher auch unterschiedliche Strukturen, um ihre Qualitäten
entfalten zu können. Es ist im Evolutionsplan nicht vorgesehen, dass
es nur noch eine Regierungsform ob demokratisch oder anders geartet
geben soll. Die Bedürfnisse der Menschen sind realer und wichtiger
als Ideologien. Toleranz gegenüber Unterschieden verbindet, Ideologien
grenzen aus.
Wenn Maitreya mit seinen Ideen an die Öffentlichkeit tritt, wird
er deshalb darauf hinweisen, dass Einheit in der Vielfalt der Schlüssel
zu zukünftiger Harmonie ist; dass jede Nation eine innere Bestimmung
hat, die einzigartig und heilig ist. Er wird den Menschen zeigen, wie
sie diesen segensreichen Zustand erreichen können, und sie ermutigen,
ihr Herz sprechen zu lassen, um den göttlichen Plan noch gründlicher
zu verstehen. Mit Maitreyas Unterstützung werden sie den Reichtum
eigener Errungenschaften und den anderer entdecken und zu schätzen
wissen. Der Drang nach Wettbewerb und Dominanz wird langsam nachlassen,
so dass ein neues Kapitel beginnen kann, das unter dem Zeichen der Brüderlichkeit
und des Friedens steht. So wird es sein.
Bevor
ich näher auf diesen Artikel eingehe, möchte ich Sie erst einmal
an die immerwährenden Bedürfnisse der Menschheit erinnern, die
als Maitreyas Prioritäten beschrieben wurden. Ich tue das deshalb,
weil diese Prioritäten, sofern sie richtig sind wovon ich
überzeugt bin , viel schneller erfüllt werden können,
wenn sie uns wirklich bewusst sind und wir uns kontinuierlich damit befassen.
Wenn ein Problem keine Aufmerksamkeit erhält, kann es natürlich
nicht gelöst werden und das geschieht heute.
Alle Jahre wieder tritt eine Krise ein, es gibt ein Erdbeben, einen Tsunami
oder eine schreckliche Hungersnot, die Länder in Afrika oder anderen
Regionen heimsuchen. Dadurch werden die Herzen der Menschheit umgehend
aufgerüttelt, und man zieht alle Register, um so viel Geld wie möglich
aufzutreiben, damit die unmittelbare Not behoben werden kann. Das geschieht
solange, wie diese Krise Aufmerksamkeit erhält. Es werden gewaltige
Geldsummen gespendet, um die Bedürfnisse des leidgeplagten Landes
zu stillen. Nach ein, zwei Monaten hören die Medien auf, um Spenden
zu bitten. Das Notwendige scheint, getan zu sein, auch wenn die Hilfe
möglicherweise nicht richtig verteilt wurde. Die Not, die akute,
verzweifelte Dringlichkeit als Gedankenform tritt in den Hintergrund,
und wir beschäftigen uns wieder mit unseren eigenen Angelegenheiten.
Wie viele Benefizkonzerte hatten wir? Wie oft haben die Menschen Geld
für Wohltätigkeitszwecke unter dem Motto Rettet die hungernden
Millionen gesammelt? Das sind vereinzelte Veranstaltungen alle paar
Jahre, während die Millionen von Hungernden in der Welt echte wirtschaftliche
Gerechtigkeit brauchen. Sie können sicher sein, dass Maitreya die
Menschheit mit der unablässigen Notwendigkeit, diese tagtägliche
Katastrophe zu beenden, konfrontieren wird: Jeden Tag sterben 35 000 Menschen
in einer Welt der Fülle an Hunger. Tag um Tag, Woche um Woche, Monat
um Monat, Jahr um Jahr setzt sich diese Katastrophe fort. Es ist an der
Zeit, dieser tragischen Situation, von der Millionen Menschen betroffen
sind, entgegenzuwirken und sie für immer zu beenden.
Ich glaube, dass nur Maitreya dies fertigbringen kann nicht Maitreya
selbst, aber seine Anwesenheit, seine Lehren, die Dringlichkeit, die Maitreya
geltend macht, die Schande, wie er es nennt: Nichts macht mir so
viel Kummer wie diese Schande. Das Verbrechen der Ausgrenzung muss von
der Erde verbannt werden. Das ist mein erklärtes Ziel. (Aus
Botschaft Nr. 93.) Die Rettung der Millionen Hungernden in der Welt ist
also das erste Ziel. Es ist nützlich, wenn Gruppen dieser Art sich
auf die Prioritäten Maitreyas konzentrieren und sie sich immer vor
Augen halten, nicht nur bei einem Vortrag, sondern um sich der wichtigsten
Bedürfnisse der ganzen Menschheit immer bewusst zu sein.
Ich will Sie noch einmal an Maitreyas Prioritäten erinnern, wie sie
mein Meister in seinem Artikel Der Menschensohn formuliert
hat. (Share International, Juni 1984.)
Schauen wir uns seine Prioritäten an: die Sicherung des Friedens;
die Einführung des Systems des Teilens; die Befreiung von Schuld
und Furcht die Läuterung der Herzen und Gedanken der Menschen;
die Erziehung der Menschheit nach den Gesetzen des Lebens und der Liebe;
Einführung in die Mysterien [die Mysterien der Einweihung]; die Verschönerung
unserer Städte; die Erleichterung des Reisens und den Austausch der
Völker; die Schaffung eines gemeinsamen Wissensfonds, der allen zugänglich
ist.
Dieser jedem zugängliche Wissensfonds könnte das Internet sein,
wenn es tatsächlich allen frei zugänglich sein wird, was es
derzeit noch nicht ist. Wenn es jedem, jedem Land ohne Ausnahme, jedem
Volk, frei zugänglich ist und der Menschheit keine notwendigen Informationen
vorenthalten werden, dann wird es sein, als besitze jeder alle Bücher
in den Bibliotheken von Alexandria. Denken wir daran, wenn wir uns nochmals
die Worte des Meisters in seinem Artikel Einheit in der Vielfalt
ansehen.
Jahrhundertelang gab es in der Welt ein breites Spektrum von Regierungsformen,
von despotischen bis höchst egalitären.
Die despotischen Auswüchse, wollen wir hoffen, gehören der Vergangenheit
an, was meiner Ansicht nach auch weitgehend zutrifft; ich denke dabei
an die wirklich großen Despoten wie Dschingis Khan und seinesgleichen.
Aber es gibt immer noch viele Despoten und sogar in jüngste Zeit,
wenn wir nur an Hitler, Mussolini und ihre Gefolgsleute denken. Oder an
einige rechtsstehende Militärdiktaturen, die dieses Land, die Vereinigten
Staaten, südamerikanischen Ländern wie Chile aufgehalst hat.
Chile hatte unter Salvador Allende eine frei gewählte demokratische
Regierung, die zufälligerweise links stand. Da das für die Regierung
der Vereinigten Staaten unannehmbar war, beseitigten sie ihn. Die CIA
inszenierte einen Putsch, der Allende und seine Regierung stürzte,
und setzte General Pinochet, einen faschistischen Diktator ein, einen
engen Freund von Margaret Thatcher, der für sein despotisches Regime
bestens bekannt ist. Wenn er vor Gericht erscheinen sollte, wo ihm für
seine Taten der Prozess gemacht wurde, hatte er stets ein Herzleiden,
konnte er nicht gehen, war sogar zu krank, um zum Gericht zu kommen und
sich seinen Anklägern zu stellen.
Heute haben sich die meisten Länder für eine demokratische Form
entschieden, in der die Regierung mit den Stimmen der Bevölkerung
für die eine oder andere politische Partei gewählt wird. Dabei
wird vorausgesetzt, dass das Wahlsystem fair, ehrlich und frei von Missbrauch
und Betrug ist.
Wenn das nur wahr wäre. Eine der Tragödien für die Vereinigten
Staaten und die Welt war die unerhörte Vorgehensweise, mit der die
gegenwärtige Regierung an die Macht katapultiert wurde: durch den
betrügerischsten, korruptesten Amtsmissbrauch in der gesamten Geschichte
der Amtsvergehen, die bis in das England des 18. und 19. Jahrhunderts
zurückreicht.
Das war die Zeit, als angehende Parlamentsabgeordnete Stimmen literweise
kauften mit Litern von Bier. Sie zogen durch alle kleinen Städte
und gaben jedermann so viel Bier aus, wie er trinken konnte, dazu hin
und wieder eine kräftige Mahlzeit und Goldmünzen im Wert von
einer Guinee. Diese Goldmünzen brachten Dutzende von Männern
nur aus dem Grund ins Parlament, weil sie Geschäftsleute waren und
es für ihr Geschäft gut war, Parlamentsabgeordneter zu sein.
Das verschaffte ihnen Macht und Einfluss, die sie sonst nicht gehabt hätten.
Amtsmissbrauch nennt man dieses Spiel.
Heutzutage sind die Wahlen in Großbritannien viel fairer. Sie sind
zwar nicht hundertprozentig sauber, aber fairer. Meist stellt sich während
oder nach einer Wahl heraus, dass eine Partei, zwar nicht insgesamt, aber
eine ihrer Ortsgruppen in einer Stadt Methoden angewandt hat, mit denen
sie sich Stimmen verschaffte, die ihr nicht zustanden das kommt
vor. In Großbritannien, der Mutter der Parlamente, gibt
es auch heute noch immer wieder Wahlbetrug in kleinem Rahmen, aber das
Ausmaß der Korruption, wie sie bei den Wahlen für Präsident
Bushs zweite Amtsperiode praktiziert wurde, haben wir in der modernen
Zeit bisher noch nie erlebt. Wir wissen alle, mit welchen betrügerischen
Methoden er bei der vorangegangenen Wahl an die Macht kam. Die erste Wahl
gewann Al Gore, das wurde geleugnet und verhindert. Kerry gewann eindeutig
die zweite Wahl, auch das wurde verhindert.
Wie es heißt, bestand einer der vielen angewandten Tricks darin,
dass in den Gegenden, wo die elektronische Stimmabgabe praktiziert wurde,
einer der Hauptlieferanten der Wahlmaschinen ein wichtiger Sponsor der
republikanischen Partei war. Seine Firma manipulierte die Maschinen so,
dass jede fünfte Stimme für Kerry automatisch in eine Stimme
für Bush umgewandelt wurde. Ich kenne eine Frau in Massachusetts,
die ihre Stimme mittels einer Wahlmaschine abgab. Sie stimmte für
Kerry; die Maschine hatte eine Vorrichtung, mit der man die Stimmabgabe
nachträglich überprüfen konnte. Sie überprüfte
sie und heraus kam Bush. Sie überprüfte sie nochmals,
und wieder kam Bush heraus. Achtzehnmal wurde Bush angezeigt, bevor Kerrys
Name kam. Das Ausmaß des Betrugs bei den letzten amerikanischen
Wahlen ist unvorstellbar. Es war eine absolute Tragödie für
die Welt.
Ich bin überzeugt, kann es aber natürlich nicht beweisen, dass
der 11. September nicht stattgefunden hätte, wenn Al Gore die erste
Wahl auch offiziell gewonnen hätte. Ich bin sicher, dass die Planung
bereits vor dieser Wahl begonnen hatte. Der Plan wäre wohl weiterverfolgt
worden, aber da Gores Vorgehensweise eine ganz andere als die der gegenwärtigen
Regierung gewesen wäre, wie ich meine, wäre das Dringlichkeitsgefühl
und die Entschlossenheit, den 11. September auch auszuführen, nicht
so stark gewesen.
Wäre der 11. September nicht geschehen, wäre diese Welt völlig
anders. Der 11. September gab der gegenwärtigen amerikanischen Regierung
die Gelegenheit, in Afghanistan einzufallen. Die Taliban sind ein sehr
starres und streng fundamentalistisches islamisches Regime, unter dem
das Leben sehr schwer ist, aber sie waren im großen Ganzen keine
Terroristen. Nachdem sie bei den Kämpfen in Afghanistan geschlagen
wurden, haben sie sich neu gruppiert, mittlerweile alle terroristischen
Methoden gelernt und sind zurückgekehrt. Jetzt sind sie Terroristen
und gehen in den Irak, der für jeden, der ein Chaos anrichten will,
weit offen steht.
In Afghanistan wurde also ganz unnötigerweise eine ganze Nation von
Terroristen geschaffen. Der Angriff auf den Irak ist eine schreckliche
Tragödie für die Welt. Er steht nun am Rande eines Bürgerkriegs.
Bürgerkriegsähnliche Zustände gibt es bereits, glücklicherweise
aber nicht überall im Land. Aber es handelt sich um Bürgerkrieg,
und meiner Ansicht nach ist kein Krieg schrecklicher als der Bürgerkrieg.
Während des spanischen Bürgerkriegs war die eine Straßenseite
für Franco und die andere für die republikanische Regierung.
Man bekämpfte und tötete einander genauso wie zuletzt im Kosovo
und in Bosnien unter der Leitung von Slobodan Milosevic, dem damaligen
Präsidenten von Serbien.
Fortsetzung
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