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Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember
1948 von den Vereinten Nationen angenommen und wird dieses Jahr 60 Jahre
alt. Sie war eine der ersten großen Errungenschaften der Vereinten
Nationen und ist nach wie für das Leben der Menschen auf der ganzen
Welt von entscheidender Bedeutung.
Sie wurde kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs ausgearbeitet und ist
eine allgemeine Darstellung der Ziele und Bestrebungen für eine friedliche
und gerechte Welt. Bis heute wurde sie in 200 Sprachen übersetzt
und ist noch immer weltweit eines der bekanntesten und am häufigsten
zitierten Menschenrechtsdokumente.
Die Ausarbeitung durch einen Ausschuss aus acht Personen aus Australien,
Chile, China, Frankreich, dem Libanon, der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken,
Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika hatte zwei
Jahre in Anspruch genommen. Trotz einiger gegensätzlicher Ansichten
kamen sie schließlich überein, die Prinzipien der Nichtdiskriminierung
und der bürgerlichen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen
Rechte in das Dokument mit aufzunehmen, und vereinbarten, dass die Erklärung
Allgemeingültigkeit haben müsse.
Eleanor Roosevelt, die den Vorsitz der Menschenrechtskommission in den
ersten Jahren führte, hatte damals gefragt: Wo fangen die allgemeinen
Menschenrechte an? An den kleinen Orten, ganz nahe bei uns so nah
und so klein, dass sie auf kaum einer Karte der Welt verzeichnet sind.
Das ist die Welt des Individuums, die Umgebung, in der es lebt, die Schule
oder Hochschule, die es besucht, die Fabrik, der Bauernhof oder das Büro,
in denen es arbeitet. Dort wünschen sich jeder Mann, jede Frau und
jedes Kind Gerechtigkeit und Chancengleichheit und wollen gleichberechtigt,
ohne Diskriminierung in Würde miteinander leben. Solange diese Rechte
dort nichts bedeuten, bedeuten sie auch anderswo wenig. Solange der betroffene
Bürger nichts für die Wahrung dieser Rechte in seinem Umfeld
tut, werden wir vergeblich auf Fortschritt in der Welt warten.
Am 10. Dezember 1948 verabschiedeten die 58 Mitgliedstaaten der Vollversammlung
der Vereinten Nationen im Palais de Chaillot in Paris die Allgemeine Erklärung
der Menschenrechte. Die Versammlung proklamierte sie als das von
allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal,
nach dem der Einzelne und die Gesellschaft sich bemühen, [...]
durch fortschreitende nationale und internationale Maßnahmen ihre
allgemeine und tatsächliche Anerkennung und Einhaltung [...] zu gewährleisten.
Obwohl die Menschenrechtserklärung rechtlich nicht bindend ist, war
sie der Auslöser von mehr als 60 weiteren Menschenrechtsinstrumenten,
die einen internationalen Standard der Menschenrechte konstituieren, wie
der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle
Rechte sowie der Internationale Pakt über bürgerliche und politische
Rechte, die aber beide rechtsverbindlich sind. Zusammen mit der Allgemeinen
Erklärung der Menschenrechte bilden sie die Internationale Menschenrechtscharta.
Die Erklärung erkennt an, dass die allen Mitgliedern der menschlichen
Familie innewohnenden Würde und ihre gleichen und unveräußerlichen
Rechte die Grundlage der Freiheit, der Gerechtigkeit und des Friedens
in aller Welt bildet und mit der Anerkennung der grundlegenden Rechte
verbunden ist, die jeder Mensch anstrebt, nämlich unter anderem das
Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person, das Recht auf eine
angemessene Lebenshaltung, das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgungen
Asyl zu suchen und zu genießen, das Recht auf Eigentum, das Recht
auf freie Meinungsäußerung, das Recht auf Bildung, Gedanken-,
Gewissens- und Religionsfreiheit und das Recht, nicht der Folter oder
einer erniedrigenden Behandlung unterworfen zu werden. Dies sind naturgegebene
Rechte, die alle Menschen des globalen Dorfs genießen Männer,
Frauen und Kinder und sämtliche gesellschaftliche Gruppen, auch die
schwächsten und nicht Geschenke, die nach Lust
und Laune oder selbstherrlich verweigert, zurückgehalten oder gewährt
werden können.
Mary Robinson, die im September 1997 die zweite UN-Hochkommissarin für
Menschenrechte wurde, ist der Ansicht, dass die Menschenrechte den
Menschen gehören, dass es dabei um die Menschen und deren Rechte
an jedem Ort der Welt geht.
Laut der UN-Hauptabteilung Presse und Information (DPI) liegt die
Zukunft der Menschenrechte in unseren Händen. Wir alle müssen
handeln, wenn Menschen- rechte verletzt werden. Der Staat und der Einzelne
müssen die Verantwortung für die Realisierung und den wirksamen
Schutz der Menschenrechte übernehmen. (Quelle: United Nations
Department of Public Information)
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