Fakten und Prognosen


Globales Umweltbündnis
"Unsere vordringliche Aufgabe ist es jetzt, uns um die Umwelt zu kümmern. Alle sind mitverantwortlich, jeder einzelne, jeder Politiker, Guru, Heilige oder Wissenschaftler. Wir werden alle Energie darauf verwenden, sie wieder gesund zu machen. Wenn das geschieht, wird es weniger Leid, Krankheit und Armut geben." (Maitreya, Share International, Mai 1989)
"Tck, tck, tck" - die Zeit wird knapp, wenn unser Planet noch gesund werden soll - heißt eine neue internationale Kampagne für Klimagerechtigkeit. Umweltschützer, Menschenrechtsaktivisten, besorgte Bürger, Bewohner tief liegender Küstengebiete und führende Persönlichkeiten blicken erwartungsvoll der Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 entgegen und hoffen, dass dort konkrete Schritte zur Klimagerechtigkeit beschlossen werden.
Das globale Umweltbündnis möchte mit seiner Kampagne die Menschen motivieren, als "Verbündete des Klimas" Druck auf die Weltpolitik auszuüben, damit auf der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen ein gerechtes und verbindliches Abkommen abgeschlossen und Schritte zur "Klimagerechtigkeit" eingeleitet werden.
Was ist "Klimagerechtigkeit"? Grundlage ist das Konzept, dass Umweltverschmutzung ihren Preis hat und dass die Verschmutzer dafür zahlen müssen. Und meist bekommen die Ärmsten und Schutzlosesten der Welt den Klimawandel am stärksten zu spüren und müssen die Hauptlast dieses Problems tragen, das andere anderswo verursacht haben.
Vor kurzem hat Internews Network, eine gemeinnützige internationale Medienorganisation, angekündigt, sich mit der Ausschreibung des "Human Voices Award" der Tcktcktck-Kampagne anzuschließen. Das ist einer der Preise im Rahmen der "Earth Journalism Awards", die in Kopenhagen mit einem Festakt am Vorabend der Abschlussverhandlungen verliehen werden sollen. Damit soll in verschiedenen Kategorien die beste Berichterstattung zum Klimawandel im Vorfeld von Kopenhagen ausgezeichnet werden. Seit Beginn der Ausschreibungen am Weltumwelttag, am 2. Juni 2009, sind bislang etwa 600 Registrierungen aus 125 Ländern für die "Earth Journalism Awards" eingegangen.
"Mit den Journalisten, die sich für den ‚Human Voices Award' bewerben, können wir den Druck der öffentlichen Meinung erhöhen, damit es zu einem positiven Ergebnis kommt", sagte der Tcktcktck-Vorsitzende Kumi Naidoo. "Wir müssen uns vereint für Klimagerechtigkeit einsetzen und dafür sorgen, dass die Politiker ein faires, ambitioniertes und verbindliches Abkommen in Kopenhagen unterzeichnen."
"Der Klimawandel ist nicht nur ein Umweltproblem, sondern auch eine unmittelbare Gefahr für das Leben und die Rechte der Menschen auf der ganzen Welt. Das müssen die Weltpolitiker erkennen und sich dementsprechend dazu verpflichten, auf der Kopenhagener Konferenz im Dezember eine Lösung zu finden", erklärte Mary Robinson, die Vorsitzende von "Realizing Rights", einer Menschenrechtsorganisation, die sich für eine ethisch motivierte Globalisierung einsetzt, und eine der vielen Tcktcktck-Partnerorganisation.
(Weitere Informationen und Online-Registrierung unter: tcktcktck.org)


Gewaltige Baumpflanzaktion in Pakistan
Obwohl Pakistan mit sozialen Unruhen und weiteren Problemen zu kämpfen hat, hat es im Guinness-Buch der Rekorde einen ersten Platz erreicht: Innerhalb von 24 Stunden wurden dort 541 176 Bäume gepflanzt. Rund 300 Freiwillige haben die Setzlinge in den ausgedehnten Feuchtgebieten des Indusdeltas ohne maschinelle Hilfe eingesetzt.
Pakistan hatte versprochen, im Rahmen der Baumpflanzkampagne des UN-Umweltprogramms UNEP 120 Millionen Bäume zu pflanzen. Das dafür vorgesehene Areal war 2002 aufgrund seiner hoher Artenvielfalt als Gebiet von besonderem Interesse und daher als Schutzgebiet ausgewiesen worden. Die Rekordaktion, die vom pakistanischen Umweltministerium organisiert wurde, fand im Rahmen landesweiter Projekte anlässlich des nationalen Jahrs des Umweltschutzes statt.
Pakistan ist in der forstlichen Entwicklung sehr aktiv und hat sich zum Ziel gesetzt, mit fünf großen Waldprojekten bis 2015 eine Gesamtfläche von einer Million Hektar aufzuforsten. Überdies sollen zusätzlich zu den 70 Millionen Setzlingen, die bereits im Frühjahr 2009 gepflanzt wurden, während der diesjährigen Monsunperiode 50 weitere Millionen hinzukommen.
"Pakistan hat mit seinem Guinness-Weltrekord einen echten Beitrag zur Erreichung unseres neuen Ziels geleistet, bis zur UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember, also in weniger als 135 Tagen, sieben Milliarden Bäume zu pflanzen - einen für jeden Menschen auf unserem Planeten und noch etwas mehr. Das macht mich noch zuversichtlicher, dass auch dieser Rekord gebrochen werden und die Regierungen dazu inspirieren kann, im Dezember in Kopenhagen - gemäß der UN-Klimapetition "Seal the Deal" - den Vertrag abzuschließen", meinte UNEP-Direktor Achim Steiner. (Quelle: UNEP)



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