| Die Kunst der Selbstverwirklichung |
| Teil 1 Zitate zum Thema "die Kunst der Selbstverwirklichung" von Maitreya aus seinen Botschaften und Lehren, von Benjamin Cremes Meister aus Worte eines Meisters und Share International sowie von Benjamin Creme aus dessen Büchern. Sämtliche Zitate finden Sie in der Magazinausgabe von Share International, Januar/Februar 2010. "Sei, was du bist. Ahmt nicht andere nach. Wenn ihr Ehrlichkeit im Denken, Aufrichtigkeit im Herzen und innere Gelassenheit übt, werdet ihr euer Selbst erkennen und mich und auch den Herrn erkennen." (Maitreya, Share International, Dezember 1988) Maitreya
sagt, er sei gekommen, die Menschheit die Kunst der Gottverwirklichung zu lehren.
Er setzt die Menschheit mit dem Selbst und das Selbst mit Gott gleich. Er sagt:
"Ihr seid das Selbst, ein unsterbliches Wesen." Unsere Qualen, sagt
er, unsere Leiden, unsere Probleme sind die Folge davon, dass wir uns mit allem
möglichen, nur nicht mit dem Selbst, dem unsterblichen Wesen identifizieren,
deren Widerspiegelung wir auf der physischen Ebene sind. Er sagt: "Fragt
euch: Wer bin ich?'" Und Sie werden feststellen, dass Sie sich mit
dem physischen Körper identifizieren. Wir schauen in den Spiegel und sagen:
"Das bin ich." Auf diese Weise unterliegen wir sämtlichen Beschränkungen
des physischen Körpers. Er ist sterblich, er lebt eine Weile und stirbt dann,
und wir müssen uns wieder in einem neuen Körper inkarnieren. Folglich
können wir nicht der physische Körper sein - er ist nur ein Vehikel. "Ihr
seid zur Freiheit bestimmt. Niemand ist in Sünde geboren'. Das Selbst
ist aber während des Evolutionsprozesses Konditionierungen, Beschränkungen
unterworfen. Der Evolutionsprozess ist das Werden. Die
meisten Menschen denken etwas, sagen etwas anderes und handeln noch einmal anders.
Es gibt keine direkte Verbindung zwischen ihren Gedanken und ihren Taten. Das
ist verwirrend und destruktiv. Ehrlichkeit im Denken ist das nicht. Ehrlichkeit
im Denken hat ehrliche Worte und ehrliche Taten zur Folge. Durch diese Übereinstimmung
kann man Frieden und Glück finden. "Ihr
habt Verstand, Herz und Körper erhalten", sagt Maitreya, "damit
ihr mein Sein und Werden in Gedanken, Worten und Taten zum Ausdruck bringt."
Jede Tat, die unehrlichen Gedanken, einem unredlichen Herzen und innerer Abhängigkeit
entspringt, ist destruktiv. Wenn ihr anders denkt, als ihr redet, und wiederum
anders handelt, seid ihr verloren. Ehrlichkeit im Denken bewirkt, dass man auch
ehrlich ist in allem, was man sagt und tut. Diese Übereinstimmung bringt
Frieden und Glück. "Ob ihr ein Dieb oder ein Heiliger seid", rät
er, "ihr könnt sofort damit beginnen." Ehrlich,
aufrichtig und gelassen zu sein, bedeutet, die Einheit mit Gott zu erfahren. Aber
sehr oft wird diese Einheit von den Menschen als Einsamkeit gedeutet - als etwas,
wovor man Angst haben müsste. Dieses
Selbst ist ein unvergängliches geistiges Wesen. Es spiegelt sich als menschliche
Seele, die sich wiederum in der menschlichen Persönlichkeit spiegelt. Der
Pfad der Evolution ist die Wiedervereinigung der Persönlichkeit mit der Seele
und der Seele/Persönlichkeit mit dem Funken Gottes, dem göttlichen Selbst.
Je gelassener Sie sind, desto mehr kann das geschehen. Maitreya sagt: "Wenn
du gelassen bist, wird alles möglich. Wenn du unfrei bist, kannst du mich
nicht erkennen. Da kann ich nicht sein. Aber wo du frei bist, bin ich immer mit
dir." Innere Gelassenheit, innere Unabhängigkeit, heißt, sich weder mit seinem Körper, noch mit seinem Verstand oder Gemüt zu identifizieren. Man sollte aber nicht zu sich sagen: "Ich darf keine Emotionen haben." Viele unterdrücken ihre Emotionen. Die Emotionen zu unterdrücken ist genau so schlecht, wie ihnen nachzugeben. Wir müssen lernen, unsere Emotionen anzuschauen und weder ihnen nachzugeben, noch sie zu unterdrücken. Sie nicht verdrängen, sondern einfach betrachten und sich nicht mit ihnen identifizieren; und wenn man sich nicht mit ihnen identifiziert, ist man von ihnen unabhängig, also innerlich gelassen, distanziert. Es ist, als ob man einen Abstand zwischen ihnen und sich schafft. Die meisten Menschen identifizieren sich sofort mit ihren Emotionen, egal um welche es sich handelt. Sie haben es ihr ganzes Leben lang getan und finden das daher selbstverständlich. Sie fühlen alle negativen Emotionen und meinen, es sei ihr gutes Recht, sie auszuleben. Tatsächlich meinen manche, es sei sogar ihre Pflicht; und ich habe viele Psychologen im Verdacht, dass sie ihren Patienten sagen, es sei ihre Pflicht, ihre Emotionen auszuleben. Es geht darum, innerlich gelassen zu bleiben, nicht indem man dem Leben gleichgültig gegenübersteht, sondern indem man sehr aufmerksam ist, indem man sehr genau beobachtet, was geschieht, aber sich nicht damit identifiziert. Das ist schwer, denn man benötigt dazu ein gewisses Maß an innerer Distanz - man muss eigentlich schon dort sein, bevor man dorthin kommt! Aber es braucht nur einen kleinen Abstand, um einen größeren schaffen zu können. Der beste Weg, den ich empfehlen kann, ist, Krishnamurti zu studieren. Wenn man das, was man liest, während des Lesens in die Praxis umsetzt, erzeugt man diesen Abstand. Beobachten Sie, was Sie fühlen, erlauben Sie sich, es zu fühlen, aber geben Sie ihm nicht nach und verdrängen Sie auch nicht und versuchen Sie auch nicht, es loszuwerden. Wenn Sie es bekämpfen, geht es Ihnen wie mit den Versuchen des Herkules: jedesmal, wenn er der Hydra einen Kopf abschlug, wuchsen zwei neue an dessen Stelle nach. Das passiert, wenn man die Gefühle unterdrückt. Was Sie tun müssen, ist dasselbe, was er schließlich tat, sie ans Tageslicht bringen (in das Licht der Seele), und dann starb die Hydra von allein. Beobachten Sie einfach ihre Emotionen und sagen Sie: "Das bin nicht ich, sie waren gestern nicht da und werden auch morgen nicht mehr da sein, also bin ich das nicht", und dann werden sie verschwinden. Jedesmal wenn Sie das tun, schwächen Sie diese Emotionen und entziehen ihnen die Nahrung. Doch jedesmal, wenn Sie sich mit etwas identifizieren, nähren Sie es mit Ihrer Energie. Worauf Sie sich auch konzentrieren, Ihre Energie wird dorthin fließen, und Sie verstärken die Emotionen. Sie müssen den Vorgang umkehren, dann werden die Emotionen durch Nahrungsmangel eines natürlichen Todes sterben. Innere Gelassenheit ist der Schlüssel, Ehrlichkeit im Denken und Aufrichtigkeit im Herzen zu erreichen, wie Maitreya lehrt. (Benjamin Creme, aus: Maitreyas Mission, Band zwei) Wenn ihr euch an anderen ausrichtet, anstatt ihr selbst zu sein, verliert ihr eure Ausstrahlung, ihr könnt dann das Licht der Individualität nicht mehr reflektieren. Ohne dieses Licht gibt es keinen Fortschritt im Leben. (Maitreya, Share International, Dezember 1988) Die künftige Aufgabe ist klar: Öffnet der Seele die Fenster und lasst das Licht der Seele in eurem Leben leuchten. Gebt mit eurer erwachten Intuition der Seele Raum, sodass ihr Wissen und ihre Absicht sich offenbaren können. Erkennt die Bedeutung des Mitgefühls und verbreitet diese Liebe nach außen. Gebt der Weisheit eurer Seele Raum, sodass sie alle Illusionen verbannen und euren Brüdern ein Licht sein kann. Dies ist die Aufgabe all derer, die den Weg des Lichts gehen wollen. Erweckt die Intuition und begreift den Plan; erweckt die Intuition und hebt die Dunkelheit auf; erweckt die Intuition und werft alle Furcht von euch. (Benjamin Cremes Meister, aus "Verstand und Intuition", Share International, September 1982) Euch gehört nichts. Alles gehört dem Herrn. Wenn ihr ehrlich seid zu euch selbst, seid ihr auch dem Herrn gegenüber ehrlich. Wenn ihr aufrichtig seid mit euch selbst, seid ihr auch aufrichtig dem Herrn gegenüber. (Maitreya, Share International, Dezember 1990) "Das
Selbst ist unendlich. Das Bewusstsein ist unendlich. Verstand, Gemüt und
Körper sind endlich. Mit innerer Gelassenheit erlebt das Selbst die Phänomene
in Verstand, Gemüt und Körper, aber es lässt sich nicht auf diese
wundersamen Kräfte ein, die Verstand, Gemüt und Körper entwickeln
können. Das Forum für die Gesetze der Schöpfung ist der Verstand,
für die universelle Energie ist es das Herz und für die Manifestation
der Schöpfung der Körper. Wenn das Selbst die göttlichen Kräfte
beobachtet, kann es sich nur mit innerer Gelassenheit vor den Verstrickungen des
Lebens bewahren. Gelassenheit ist die wirksamste Medizin'. Sie kann das
Selbst gegen alle mentalen, emotionalen und körperlichen Prozesse und Verhaltensweisen
immun machen. Gelassenheit zu entwickeln, ist eine Kunst. Mit innerer Gelassenheit
kann ein Naturwissenschaftler lernen, die Gesetze der Physik und der Chemie -
die Gesetze der Schöpfung - zu verstehen, anzuwenden und damit etwas zu schaffen,
was dem Vorhaben Gottes entspricht. Ein Künstler kann mit dieser inneren
Gelassenheit das Göttliche aus eigener Erfahrung beschreiben. Jedem Menschen
ist es bestimmt, sich eines Tages von Verstand, Gemüt und Körper zu
befreien. Und das allein bedeutet schon Erlösung." Schritt
für Schritt und Jahrhundert für Jahrhundert wird dem Menschen der Aufbau
einer Zivilisation gelingen, die das Göttliche in ihm immer mehr zum Vorschein
bringt; er wird eine Kultur entwickeln, in der sich die Schönheit der Schöpfung
mit all ihren Facetten entfalten und die göttliche Idee in ihrer ganzen Herrlichkeit
spiegeln kann. |