Die Kunst der Selbstverwirklichung

Teil 2

Weitere Zitate zum Thema "die Kunst der Selbstverwirklichung" von Maitreya aus seinen Botschaften und Lehren, von Benjamin Cremes Meister aus Worte eines Meisters und Share International sowie von Benjamin Creme aus dessen Büchern. Teil 1 erschien in Share International vom Januar/Februar 2010. Mehr Zitate finden Sie in der Magazinausgabe von Share International, März 2010.

Das Selbst ist Gegenwart, Bewusstsein und Licht: Gegenwart in der Zeit, Bewusstsein in der Ewigkeit, und Licht. "Wir sind alle Funken des Allmächtigen."
(Maitreya, Share International, Dezember 1989)

... wir stehen heute an der Schwelle einer neuen Wissensepoche, die umfassendere Konzepte, weitere Horizonte und tiefgründigere Erfahrungen eröffnet, als dies je vorstellbar war.
Genau zu diesem Zeitpunkt kommt der neue Lehrer. Seine Aufgabe ist es, den Horizont des Menschen zu erweitern und ihm verständlich zu machen, dass alles miteinander verbunden ist, dass wir in einer Familie, als Brüder leben, und dass jeder zum Wohlergehen des Ganzen beiträgt. So wird der Mensch sich selbst als integralen Teil eines unermesslichen Systems, das bis zu den Sternen reicht, erleben können - als ein kleines Pünktchen bewussten, liebesfähigen Lebens, ohne das unser Universum ärmer wäre. So wird der Mensch schließlich seine Größe begreifen und seine Funktion in einem grenzenlosen Plan aufeinander bezogener Punkte aus Licht und Energie und Wissen. (Benjamin Cremes Meister, aus "Die göttliche Wissenschaft", Share International, März 1986)

Maitreyas einzigartige Stellung, seine Jahrtausende lange Erfahrung auf dem Evolutionspfad, befähigt ihn, seine tiefgründige geistige Lehre in einfachsten Worten, frei von doktrinärem "Ballast" und theologischem Dogma zu präsentieren. Niemand soll zu etwas gezwungen werden - jedem Menschen bleibt es überlassen -, und er wird dazu ermutigt, in Freiheit er selbst zu sein. Vor allem aber lehrt Maitreya die Kunst der Selbstverwirklichung. Dazu empfiehlt er drei Übungen als Kern seiner Lehre, die zwar einfach sind, aber zum Gelingen Disziplin erfordern: Ehrlichkeit im Denken, Aufrichtigkeit im Herzen und innere Gelassenheit. Übt euch darin, sagt Maitreya, und gelangt so zur Selbstverwirklichung. (Benjamin Creme, Share International, Juli/August 2007)

Meine glücklichen, meine frohen Freunde, ich sehe in euch jetzt das Licht der Wahrheit glühen, der Wahrheit, dass ich unter euch bin. In dieser kommenden, gesegneten Zeit will ich dieses Licht zur lodernden Flamme entfachen. Meine Meister sind ebenfalls unter euch und werden euch zeigen, wie ihr die göttlichen Gaben, die in euren Herzen schlummern, zum Leben erwecken könnt. (Maitreya, aus Botschaft Nr. 62)

Kaum jemand ist der, der er wirklich ist. Immer ahmen wir andere nach. Wir möchten von anderen in einem bestimmten Licht gesehen werden, dass sie uns als angenehm, gut und ehrlich empfinden. Immer versuchen wir, der Welt irgendein ideales Bild von uns vorzuspielen. Selten trifft man auf Menschen, die aufrichtig und ehrlich das sind, was sie sind - ein Zustand, in dem das, was man sagt, von Herzen kommt. Dabei teilt sich dem anderen die spirituelle Natur mit, und er kann darauf antworten. Auf diese Weise schaffen Sie eine Beziehung "von Mensch zu Mensch". Dann sind Sie der, der Sie sind. Sie wissen und zeigen aufrichtig und uneingeschränkt, wer Sie sind. Daraus erwächst wiederum Gelassenheit... Maitreya sagt: "Nur das Selbst zählt" (das Selbst ist der göttliche Aspekt, der Herr). "Ihr seid dieses Selbst, dieses unsterbliche Wesen." Er sagt auch, dass unser Schmerz, unser Leid, unsere Probleme nur daher rühren, dass wir uns mit allem Möglichem identifizieren, nur nicht mit diesem Selbst. Er rät, man solle sich fragen: "Wer bin ich?" Dabei entdecken Sie, dass Sie sich mit dem Körper identifizieren, der nur eine bestimmte Lebenszeit hat und immer wieder durch eine neuen ersetzt wird, er kann also das ewige Selbst nicht sein.
Oder Sie identifizieren sich mit Ihren vorübergehenden Gefühlen, Stimmungen und Launen, einen Tag fühlen wir dies, am nächsten Tag jenes. Gefühle sind nicht das Selbst. Oder Sie identifizieren sich mit den Verstandeskräften, mit einem Glaubenssystem, einer Ideologie, je nach dem, ob Sie Christ, Buddhist, Hindu oder was immer sind, und mit den jeweiligen Traditionen. Das Selbst interessiert es nicht im Geringsten, ob Sie Christ, Buddhist, Muslim oder Hindu sind oder keiner Religion angehören; was zählt, ist, dass Sie erkennen, dass Sie dieses Selbst sind, dass Sie sich mit diesem Selbst identifizieren, welches dasselbe ist wie Gott. Selbst-Verwirklichung ist Gott-Verwirklichung. Wenn Sie sich mit dem Richtigen identifizieren und innerlich gelassen sind, wächst unweigerlich Ihre Selbsterkenntnis, die zur Selbst-Verwirklichung führt. Das ist kein Glaube, keine Religion, keine Ideologie, sondern ein Segen für alle Menschen und das wahre Ziel des Lebens. (Benjamin Creme, aus: Maitreyas Mission III, Lehren der zeitlosen Weisheit)

Jeder braucht einen "inneren Raum", in dem niemand die Richtung vorgibt und niemand einem sagt, wohin man gehen und was man tun soll. Nur hier könnt ihr euch von der [destruktiven] Energie distanzieren. Niemand kann euch führen. Ihr seid geboren, um euch selbst zu begreifen, um den Meister in euch zu erkennen. Euer innerer Raum ist heilig. Es ist der Ort, wo sich alle Dinge, alle Probleme lösen. Dahin geht ihr, wenn ihr müde seid, euch fürchtet oder es "satt habt"; wenn ihr allein sein möchtet, um den eigenen Raum zu finden.
Maitreya sagt: "Ihr habt diesen Raum erhalten, damit der Wirbel und das Chaos um euch herum sich entwirren können. Ihr dürft diesen inneren Raum niemals preisgeben, es sei denn eurem wahren Selbst. Meditation ist wirklich eine Reise zurück zu diesem Innenraum, um Frieden und Glück zu finden." (Maitreya, Share International, Juni 1989)

Auch wenn Gott in Wirklichkeit überall ist, erkennen einige, dass man ihn auch im Herzen erfahren kann. "Gott ist nicht oben im Himmel", lehrt Maitreya, "Gott ist im Herzen." Wenn der Verstand zur Ruhe kommt und sich von dogmatischen Gedanken löst, kann er die Wahrheit aufnehmen. "Selbst-Verwirklichung ist Gott-Verwirklichung"; die Lehre des Meisters regt dazu an, nach innen zu schauen. Das hat nichts mit Religion, Politik oder irgendeiner Ideologie zu tun. (Benjamin Creme, aus: Maitreyas Mission, Band zwei)

Das Sein ist ewig, das Werden ist ein Entfaltungsprozess in Raum und Zeit. Das Selbst erlebt beides.
Wenn der Mensch die wahre Natur seiner Konstitution erkennt - wenn er sich als Seele erlebt, die sich in einem mentalen, einem emotionalen sowie einem zweifachen physischen (ätherischen und grobstofflichen) Körper spiegelt - hat er den ersten Schritt getan, um Krankheiten besiegen zu können. Bis jetzt konzentriert sich die ganze Aufmerksamkeit auf die grobstoffliche Ebene, während die wirklichen Ursachen in einem Missverhältnis und Missbrauch der den Körper durchfließenden feinstofflichen Energien zu suchen sind.
Der Mensch steht vor einer großen Entdeckung: Krankheit ist das Ergebnis von Unausgeglichenheit; ein gesundes Gleichgewicht ist von richtigem Denken und Handeln abhängig, und richtiges Denken und Handeln bezieht immer und überall alle Brüder und Schwestern mit ein.
Wenn der Mensch Krankheiten ein Ende bereiten will, muss er zuerst jeglichen Ausgrenzungen ein Ende setzen. (Benjamin Cremes Meister, aus "Gesundheit und Heilung (Teil 1)", Share International, Oktober 1982)

Wenn ihr gelassen in Verstand, Gemüt und Körper seid, dann wird alles, was um und in euch geschieht, euch nicht mehr berühren. Dann seid ihr immun. Das ist die Erlösung. Solange ihr abhängig seid, werdet ihr immer nur Kampf, die Höhen und Tiefen des Lebens erfahren. Wissen und Weisheit erzeugen die stärksten Abhängigkeiten. Deshalb sagt Maitreya: "Sei, was du bist. Du bist nicht Wissen. Du bist nicht Weisheit. Du (das Selbst) und ich (das Selbst) sind eins. Wer, was, wo ihr auch seid: Folgt dem göttlichen Wasser, dem Reinen - der Gelassenheit. Ich bin nicht gekommen, um euch etwas Neues zu lehren. Seid ehrlich euch selbst gegenüber, aufrichtig zu euch selbst, und seid gelassen.
Diese Methode ist so einfach und so sanft, sie ist frei von jeder Religion, Ideologie und Politik. Sie lässt euch erfahren, wer ihr seid. Erfüllt eure Aufgabe, doch seid dabei frei." (Maitreya, Share International, Juni 1992)

Der Mensch muss noch weit gehen, denn er stammt vom höchsten Ursprung ab. In allen Menschen lebt ein Gott. Dieser Gott ist euer wahres Selbst. Meine Aufgabe wird es sein, dieses göttliche Wesen in euch aufleben zu lassen und damit einen göttlichen Plan zu vollenden. Es gibt nichts einfacheres als Gott, denn hinter allem steht dieses göttliche Prinzip. Wenn der Mensch das erkennt, wird er seine wahre Größe erlangen, dann wird von ihm ein schöpferischer Strom ausgehen. (Maitreya, aus Botschaft Nr. 54)

Und indem wir von einer Einweihung zur nächsten gelangen, rückt die Selbstverwirklichung näher. Mit jeder Einweihung wird den Elementarwesen, deren atomare Struktur unseren physischen, astralen und mentalen Körper bildet, eine höhere Frequenz auferlegt. Diese allmähliche Veränderung der atomaren Struktur ändert auch die Tätigkeit der Elementarwesen, bis sie für diesen Prozess nicht mehr verantwortlich sind. Zwar nähren sie dann auch noch unseren Körper mit ihren Impulsen, aber die Energie der Seele übernimmt die Herrschaft. Nun kann die Persönlichkeit den physischen Körper besser kontrollieren, und dieser beginnt auf die Instruktionen von der Mentalebene zu reagieren. Nach und nach beruhigt sich auch der Astralkörper. Er sollte und wird auch im evolutionären Sinne wie ein stiller See sein und die jeweilige Person nicht länger mit seinen Emotionen überschwemmen. Er fungiert dann als Spiegel für die buddhische Ebene des Bewusstseins, die die zweite Ebene der geistigen Triade ist und den Willen, die Liebe/Weisheit und die Intelligenz der Seele einbringt. Das sich auf diesem ruhigen See spiegelnde buddhische Bewusstsein erleben wir als Intuition.
Bis zu einem Einweihungsgrad von 1.5 bis 1.6, wenn die mentale Polarisation beginnt, haben die winzigen Elementarwesen auf der Astralebene mehr oder weniger die Oberhand. Erst danach wirken sie sich im Leben der jeweiligen Person weniger zwanghaft aus. Das bedeutet nicht, dass wir dann keine Emotionen mehr haben, aber wir werden nicht mehr von ihnen mitgerissen oder überwältigt. Wir lernen, uns von ihrer Tätigkeit im Astralleib nicht mehr beeinflussen zu lassen. Da die Seelenenergie um vieles höher als die Energie des physischen Körpers ist, in diesem Fall des Astralkörpers, erlangen wir allmählich die Kontrolle über die Astralebene. Dieser Prozess dauert bis zu einem Einweihungsgrad von 2.5 oder 2.6 an, wenn die geistige Polarisierung beginnt.
Das Leben der Elementarwesen oder Devas ist von uns aus gesehen das Leben der Materie; aus ihrer Sicht ist es ein vollständig bewusstes Leben. Es ist wie mit den Zellen unseres Körpers, die unabhängig von unserem mentalen Bewusstsein ein Eigenleben haben und entsprechend unserer DNA und der Menge von Vitaminen, Mineralien und Nahrungsmitteln, die wir ihnen zuführen, funktionieren. Wenn wir genügend Seelenenergie einbringen können, beginnen wir, die Kontrolle über sie auszuüben.
Genauso wie das Karma, können wir auch die Lebensqualität unserer Träger verändern, die bestimmt, wann unsere Selbstverwirklichung möglich wird. Entweder beherrschen wir die Elementarwesen oder die Elementarwesen beherrschen uns. Aber der große Magnet, den wir Leben nennen und der die ganze Evolution vorantreibt, ist früher oder später zu stark, als dass wir ihm als Einzelne oder als Gruppe widerstehen könnten, und so werden wir wohl oder übel vorangetrieben. Die Selbstverwirklichung ist jetzt noch nicht möglich, doch eines Tages sind auch wir so weit. (Benjamin Creme, aus: Die Kunst zu leben)

Wenn man immer nur nach außen schaut, verliert man das innere Selbst aus den Augen. Dann wird das Leben zu materialistisch. Wenn das Gegenteil der Fall ist, wenn man die meiste Zeit nach innen schaut, verliert man die Verbindung zur äußeren Wirklichkeit. Durch ein Gleichgewicht zwischen innen und außen kommen Verstand, Gemüt und Körper in ein richtiges Verhältnis. Der Gleichgewichtszustand muß gehalten werden. (Maitreya, Share International, April 1989)

Genauso wie der Körper gebadet werden muss, ist Gelassenheit "das Bad" des Verstandes und Gewahrsein das "Bad" des Gemüts. Wenn ihr in Verstand, Gemüt und Körper herumstreift, denkt daran, dass euer Ruheraum im Selbstgewahrsein liegt. Wenn ihr euch schlafen legt und im Schlaf voller Gedanken seid, wacht ihr erschöpft auf. Wenn ihr während des Schlafs "in der Gemütswelt" seid, könnt ihr aufregende Dinge erleben. Wenn ihr im Zustand des Selbstgewahrseins schlaft, ist es ein guter Schlaf. Maitreya sagt: "Ich verlasse euch nie." (Maitreya, Share International, Dezember 1989)

Der Mensch steht an der Schwelle einer neuen Erkenntnis seiner selbst, seines Sinns und Zwecks und auch der Welt, in der er lebt. Dieses neue Bewusstsein wird ungeahnte Fähigkeiten und Begabungen in ihm wecken, die auf ihre Entfaltung warten und dem Menschen die Pforte zum Sitz der Götter öffnen.
Wenn der Mensch sich wirklich als den erkennt, der er ist, dann wird nichts mehr der Manifestation seiner göttlichen Kräfte im Wege stehen. Auf allen Ebenen wird dieser Glanz dann sichtbar werden und einen Weg bis zu den fernsten Sternen aufleuchten lassen. Bis zu dieser segensvollen Zeit muss der Mensch lernen, mit seiner freien Zeit umzugehen und sich in Muße zu üben. Ohne Muße hat der Mensch nur wenig Chancen zu wachsen. Muße ist als Voraussetzung für jenes schöpferische Denken und Handeln zu sehen, das das Leben der Menschen von Grund auf verändern wird. (Benjamin Cremes Meister, aus "Muße ist das Schlüsselwort", Share International, November 1986)

Gebet für das neue Zeitalter

Ich bin der Schöpfer des Universums.
Ich bin Vater und Mutter des Universums.
Alles kommt von mir.
Alles kehrt zurück zu mir.
Verstand, Herz und Körper sind meine Tempel,
in denen das Selbst verwirklicht mein höchstes Sein und Werden.


Das Gebet für das neue Zeitalter wurde von Maitreya eingeführt. Es ist ein großes Mantram, eine so genannte Affirmation und hat invokative Wirkung. Mit der Anwendung dieses Gebets wird einem bewusst, dass Mensch und Gott eins und unteilbar sind. Das "Ich" ist das göttliche Prinzip, das hinter der ganzen Schöpfung steht. Das Selbst ist eine Emanation des göttlichen Prinzips und mit ihm identisch.
Dieses Gebet erweist sich als besonders wirksam, wenn man es mit konzentriertem Willen spricht oder "denkt" und dabei die Aufmerksamkeit im Zentrum zwischen den Augenbrauen hält. Wenn sein Sinn erkannt und gleichzeitig der Wille eingesetzt wird, dann werden die formulierten Ideen aktiviert, und das Mantram entfaltet seine Wirkung. Wenn man es jeden Tag ernsthaft spricht, wächst in einem allmählich das Bewusstsein für das eigentliche, wahre Ich. (Benjamin Creme, aus: Die große Annäherung)




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