MAITREYAS LEHREN:  Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und Gelassenheit

Zwischen 1988 und 1998 gab Maitreya, der Weltlehrer, eine Serie von Prognosen und Analysen zum Weltgeschehen sowie einige Aspekte seiner Lehren bekannt. Durch einen engen Mitarbeiter in der asiatischen Gemeinschaft in London wurden sie Share International zur Veröffentlichung überlassen und auch der Weltpresse zur Verfügung gestellt. Maitreyas geistige Lehren sind hier - formuliert in den Worten seines Mitarbeiters - nach Themen geordnet, in der Hoffnung, dadurch dem Leser deren Studium und Umsetzung im täglichen Leben zu erleichtern.

Ehrlichkeit im Denken
Wenn ihr das eine denkt, das andere sagt und wiederum anders handelt, seid ihr verloren. Ehrlichkeit im Denken führt zur Ehrlichkeit in dem, was man sagt und was man tut. Diese Harmonie bringt Frieden und Glück. Maitreya sagt: "Ob ihr ein Dieb oder ein Heiliger seid, ihr könnt sofort damit beginnen." (Share International Dezember 1988)
Das richtige Motiv und die Bereitwilligkeit, der Sache der Wahrheit zu dienen, sind notwendige Voraussetzungen. (September 1988)
Wenn ihr zu euch selbst ehrlich seid, seid ihr dem Herrn gegenüber ehrlich. (Dezember 1990)

Aufrichtigkeit im Gemüt

Die Leute fragen bisweilen: "Wo sollen wir anfangen? Wie kann man sich in Aufrichtigkeit üben?" Denkt an die bekannte Redewendung "von Mensch zu Mensch miteinander reden". Was heißt das? Es bedeutet, daß ihr euch so gebt, wie ihr wirklich seid, daß eure Worte von Herzen kommen, aus eurer Mitte - dem Selbst. Übt euch darin. Das wird euch und eure Umgebung verwandeln. (Dezember 1988)
Wenn ihr zu euch selbst aufrichtig seid, seid ihr dem Herrn gegenüber aufrichtig. (Dezember 1990)

Innere Gelassenheit

Innere Gelassenheit bedeutet, daß das Selbst die Energien handhabt. (Dezember 1989)
Innere Gelassenheit ist ein Prozeß, bei dem der Mensch allmählich aufhört, sich mit dem Körper (Materieaspekt), dem Verstand (Gedankenaspekt) und dem Gemüt (Energie- oder Kraftaspekt) zu identifizieren. So lernt er, sein wahres Selbst zu erkennen und zu sein.

Alles, was ihr tut, sollte im Einklang mit diesen drei Prinzipien geschehen: Ehrlichkeit im Denken, Aufrichtigkeit im Gemüt und Gelassenheit. Jede Tat, die unehrlichen Gedanken, unlauterem Gemüt und Abhängigkeit entspringt, ist destruktiv. (Oktober 1988)

Beginnt am Anfang: Übt Gelassenheit. Was ist das Ego? Es ist ein Energie steuerndes Organ (Energy-Governing Organ). Euer Verstand, Gemüt und Körper können in diese Energie verstrickt werden. Wenn ihr von dieser Energie befreit seid, könnt ihr nach Belieben kommen und gehen. Ihr könnt sie handhaben. (Juni 1988)
Das Selbst ist unendlich. Gewahrsein ist unendlich. Verstand, Gemüt und Körper haben einen Anfang und ein Ende. Durch innere Gelassenheit erlebt das Selbst in Verstand, Gemüt und Körper Phänomene, aber es haftet nicht an den wundersamen Kräften, derer Verstand, Gemüt und Körper fähig sind.

Die Schöpfungsgesetze finden sich im Verstand. Die universelle Energie sitzt im Gemüt, und der Schauplatz für die Materialisierung der Schöpfung ist der physische Körper.

Wenn also das Selbst die Kräfte Gottes beobachtet, so ist es die Gelassenheit, die es davor bewahrt, sich in den Zwängen des Lebens zu verfangen.

Innere Gelassenheit ist die stärkste "Medizin". Sie ist so wirksam, daß sie das Selbst gegen die Prozesse und Methoden von Verstand, Gemüt und Körper immunisiert.

Gelassen sein zu lernen, ist eine Kunst. Ein Naturwissenschaftler, der innerlich gelassen oder unabhängig ist, wird die Gesetze der Physik und der Chemie (die Schöpfungsgesetze) erlernen und sie anwenden, so daß er Dinge schafft, die Gottes Werk in Kraft setzen.

Der Künstler, der gelassen ist, wird fähig sein, aus eigener Erfahrung Gott zu beschreiben.

Das gemeinsame Schicksal aller ist es, eines Tages frei von Verstand, Gemüt und Körper zu sein. Das allein ist schon Erlösung. (September 1989)

Wenn ihr innerlich unabhängig, gelassen seid, erlebt das Selbst diese Kräfte und läßt die Erfüllung göttlicher Absichten zu. Besitzen bedeutet nicht nur Mißbrauch, sondern auch Fehllenkung und Einmischung. (Dezember 1988)
Maitreya sagt: "Sobald ihr mich im Zustand innerer Gelassenheit erfahrt, werdet ihr mich in meinen vielen verschiedenen Formen respektieren. Ihr werdet nicht nach einer Form verlangen; das tut man nur, wenn man besitzergreifend ist." (September 1989)
Als Kinder seid ihr innerlich unabhängig. Aber wenn ihr älter und dabei abhängig werdet, büßt ihr die Schönheit des Lebens ein. Wenn ihr alt seid, kommt der Herr wieder, um euch zu befreien. (Dezember 1989)
So wie der Körper gebadet werden muß, so ist Gelassenheit "das Bad" des Verstandes und Gewahrsein das "Bad" des Gemüts. Wenn ihr in Verstand, Gemüt und Körper herumstreift, erinnert euch daran, daß euer Ruheraum im Selbst-Gewahrsein liegt. Wenn ihr euch schlafen legt und im Schlaf "in den Gedanken" seid, wacht ihr erschöpft auf. Wenn ihr während des Schlafs "im Gemüt" seid, könnt ihr außerordentliche Dinge erleben. Wenn ihr in Selbst-Gewahrsein schlaft, ist es ein guter Schlaf. Maitreya sagt: "Ich verlasse euch nie." (Dezember 1989)
In jeder Sekunde finden mit einer solchen Geschwindigkeit Veränderungen statt, daß es keinen Sinn hat, an alten Formen politischer und geistlicher Macht festzuhalten. Nichts kann bleiben, wie es ist, und niemand weiß, welche Richtung die Veränderungen nehmen. Deshalb ist es lebenswichtig, daß wir nicht an alten Ideen haften, sondern innerlich unabhängig sind. (März 1990)
"Was geschieht mit jemandem, der leidenschaftlich an bestimmte Ideologien glaubt, wenn er stirbt? Kann dies jemand beantworten? Auf dem Sterbebett muß alles zurückgelassen werden. Auch hier, in diesem Augenblick wirkt die Disziplin der Gelassenheit auf Verstand, Gemüt und Körper ein. Innere Unabhängigkeit ist also ein sehr bedeutender Faktor im Leben."

Maitreya fügt hinzu: "Fordert Politiker, Philosophen und Wissenschaftler auf, folgende Frage zu beantworten: Wie wichtig ist innere Unabhängigkeit im Leben? Und wenn sie wichtig ist, warum programmiert ihr die Menschen mit Ideologien und schafft dadurch nichts als Verwirrung?" (November 1990)



Maitreya sagt: "Was ihr jetzt besitzt, kann euch mit der Zeit wieder genommen werden. Deshalb ist Gelassenheit sehr wichtig. Wer Abhängigkeiten pflegt, kann keine Erlösung erlangen." (Dezember 1990)
Ohne Gelassenheit gibt es keine Erlösung. (Dezember 1988)
Es gibt Jünger, die einem geistigen Meister gefolgt sind, aber das letzte Ziel der Freiheit und Erlösung nicht erreicht haben, obwohl sie sich Tag und Nacht bemüht haben. Aus Maitreyas Sicht kehren sie zwar in die Gesellschaft zurück, aber nicht in die Normalität. Ihr Leben gleicht einem Schiff ohne Ruder. Sie bilden eine eigene Klasse oder eine Gruppe für sich.

Auf gleiche Weise wurden in den sechziger Jahren die Erwartungen an den Universitäten und Schulen nicht erfüllt. Junge Menschen fingen an, in den Tag hineinzuleben und sich zusammenzuschließen. Sie wurden zu "Hippies". Viele von ihnen waren unfähig, sich auf befriedigende Weise wieder in die Gesellschaft einzugliedern.

Deshalb sagt Maitreya: "Gelassenheit ist ein göttliches Wasser, das einen zu göttlicher Freiheit und Erlösung trägt." Er fügt hinzu: "Verhaftetsein ist die Wurzel der Zerstörung. Auch wenn ihr einem geistigen Prinzip verhaftet seid, wird es euch vernichten. Besitzgier in diesem Sinne führt zur Zauberei."

Die Lehren Jesu handeln von Gelassenheit. "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" bedeutet: Auch wenn euer Nachbar euch in Wut gebracht hat, wird diese Wut durch Liebe aufgelöst. Ihr erkennt, daß ihr nicht diese Wut seid. So kommen und gehen die Wolken, aber ihr bleibt dieselben. Ihr seid nicht abhängig, nicht gefangen. Das ist göttliche Freiheit in der Schöpfung. Maitreya sagt: "Ihr seid im Licht, und das Licht ist in euch." (Januar/Februar 1991)

Menschliche Handlungen, die aus Abhängigkeit geschehen - auch "Karmas" genannt -, unterliegen dem Gesetz von Ursache und Wirkung. Maitreya sagt: "Wenn ihr im täglichen Leben nicht Gelassenheit übt, erlebt ihr Behinderung, Stagnation, Gefangenschaft. Das Leben wird zyklisch (das heißt, es wiederholt sich alles). Es bleibt an die Gesetze von Ursache und Wirkung gebunden. Dann gibt es keinen Frieden, keine Gnade, kein Glück, keine Freiheit, keine Erlösung.

Deshalb ist Gelassenheit eine so wichtige Lebensdisziplin."

Maitreya sagt: "Ein Leben ohne Gelassenheit ist wie eine Schlange ohne Kopf. In alter Zeit war die Schlange ein mächtiges Symbol: Entweder zähmte man die Schlange, oder sie tötete einen." (März 1991)

Wenn Verwirrung, Chaos und Zerstörung den Zyklus erschöpft haben, werdet ihr eine Leere und Einsamkeit verspüren. Das ist das Vorspiel zu einem friedlichen, konstruktiven Leben - ein Leben voller Glück.

Wenn ihr den vergeblichen Kampf aufgebt, wird euer Leben frei von Belastungen sein. Ihr werdet eine innere Erleichterung verspüren - das heißt eine Unbeschwertheit, die entsteht, wenn ihr frei von Abhängigkeiten seid. Ihr werdet euch wie neu fühlen, Hoffnung haben, Glück empfinden und durch nichts behindert sein.

(Die Lehre von der inneren Gelassenheit findet sich in den vedischen Schriften, im Islam, im Christentum. Das Prinzip kann also von jedermann angewandt werden.) (März 1991)

Maitreya sagt: "Ich segne das Gift ebenso wie den Nektar. Ich schlage mich nicht auf die Seite von Ja oder Nein. Ich beteilige mich nicht an Situationen. Wenn ihr am Fuße eines Berges steht, was seht ihr? Ihr seht die Vielfalt des Berges. Aber wenn ihr vom Gipfel hinabschaut, sieht alles gleich aus. Ihr werdet weder von Religion noch von Politik verleitet, da ihr alles mit gleicher Gelassenheit betrachtet." (Mai 1991)
Aus innerer Gelassenheit entwickelt sich eine gesunde Lebensweise; ihr erlebt das Einssein. Wenn ihr abhängig seid, spürt ihr, daß es eng um euch wird. (Dezember 1991)
Nur die Gelassenheit befreit euch vom Leiden. (April 1989)
Wenn ihr gelassen in Verstand, Gemüt und Körper seid, dann wird euch alles, was um und in euch geschieht, nicht berühren. Ihr seid immun. Das ist die Erlösung. Solange ihr verhaftet seid, werdet ihr nichts als Kampf, die Höhen und Tiefen des Lebens erfahren.

Wissen und Weisheit erzeugen die stärksten Abhängigkeiten. Deshalb sagt Maitreya: "Sei, was du bist. Du bist nicht Wissen. Du bist nicht Weisheit. Du (das Selbst) und ich (das Selbst) sind eins."

(Dies ist keine Anweisung, in Unwissenheit zu verharren, vielmehr eine Warnung, Wissen und Weisheit besitzen zu wollen. Diese Besitzgier nährt den Stolz und erzeugt Abhängigkeiten.)

Maitreya sagt: "Wer, was, wo ihr auch seid: Folgt dem göttlichen Wasser, dem Reinen - der Gelassenheit. Ich bin nicht gekommen, um euch etwas Neues zu lehren. Seid ehrlich euch selbst gegenüber, aufrichtig zu euch selbst, und seid gelassen.

Diese Methode ist so einfach und so sanft; sie ist frei von Religion, Ideologie und Politik. Sie läßt euch erfahren, wer ihr seid. Erfüllt eure Aufgabe, doch seid frei." (Juni 1992)

Wenn ihr einer Sache verhaftet seid, und sei es auch dem Göttlichen, wird es euch zerstören. Es ist die Gelassenheit, die wirklich göttlich ist. Im Zustand der Gelassenheit werdet ihr die göttlichen Kräfte des Herren sehen - aber ihr seid ihnen nicht verhaftet. (Juni 1992)
Maitreya lehrt, daß ihr, wenn ihr gelassen und daher bewußt seid, eins seid mit Gott. Eure Zweifel schwinden. (Oktober 1993)